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Innerhalb einer halben Stunde: Schwere Unfälle in Lüdenscheid

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Von: Olaf Moos

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Verkehrschaos am Bräuckenkreuz in Lüdenscheid
Nach dem Unfall war das Bräuckenkreuz zeitweise komplett dicht. © Cornelius Popovici

Die durch die Brückensperrung auf der A45 verstopften Umleitungsstrecken in Lüdenscheid und der neuerliche Wintereinbruch waren offenbar noch nicht genug. Zu allem Überfluss ereigneten sich im Stadtgebiet am Nachmittag zwei schwere Unfälle, die für weitere Verkehrsbehinderungen sorgen.

Gegen 14.25 Uhr rollte ein älteres Ehepaar mit seinem Mercedes die Herscheider Landstraße hinunter in Richtung Bräuckenkreuz. Aus bislang unbekannter Ursache steuerte der Fahrer seinen silbernen Benz auf der Kreuzung in den Gegenverkehr und rammte mehrere Autos.

Möglicherweise hatte der Unfallverursacher nach ersten Erkenntnissen am Steuer einen medizinischen Notfall erlitten und die Gewalt über seinen Wagen verloren. Zwei Fahrzeuge waren nach den Kollisionen nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Eine Person gilt aktuell als leicht verletzt. Es entstanden lange Staus in alle Fahrtrichtungen.

Noch während des Einsatzes von Polizei und Rettungskräften, die die Unfallstelle absicherten und die Spuren sicherten, kam die nächste Unfallmeldung. Auf der Brüderstraße wurde gegen 14.55 Uhr eine Fußgängerin angefahren und schwer verletzt.

Nach Angaben der Polizei wollte die 80-jährige Lüdenscheiderin die Fahrbahn überqueren, als sich ein Zwölftonner auf dem Weg zum Kluser Platz näherte. Die Brüderstraße ist eine Tempo-30-Zone und für den Schwerlastverkehr gesperrt. Der Fahrer des Lastwagens übersah die Frau, der Lkw erfasste sie, so dass sie zu Boden stürzte.

Glücklicherweise war der Lastwagenfahrer zur Unfallzeit im Schritttempo unterwegs. Trotzdem erlitt die 80-Jährige schwere Verletzungen an den Beinen und musste mit einem Rettungswagen zur stationären Behandlung ins Klinikum transportiert werden.

Während der Bergungsarbeiten sperrte die Polizei die Brüderstraße zeitweise, auch hier entstanden lange Rückstaus.

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