Standort mit Potenzial

Innenstädter erarbeiten ihre "Vision 2020"

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In großer Runde ging’s um die Weiterentwicklung der Lüdenscheider Innenstadt, die „Vision 2020“.

Lüdenscheid - Die Vision 2020 der Lüdenscheider Innenstädter macht sich auf den Weg.

An der Infotheke des Stern-Centers gibt’s Themenflyer und Wegbeschreibungen zu originellen Geschäften und Kneipen ringsum; der Markt verändert sein Gesicht, geht in eine Markthalle, mit den Blumenständen in den Rosengarten oder gleich die Stadt hoch; Lüdenscheid erarbeitet sich ein Image als Stadt der Bewegung und Gesundheit – wer braucht schon Parkplätze?! Es sind Visionen wie diese, die die kreative Handels- und Gastroszene der Stadt derzeit umtreiben.

Lüdenscheid als Standort mit Potenzial

Am Dienstag traf man sich in großer Runde in der Stadtbücherei, hörte eine Einführung von Matthias Czech und Willi Denecke, sammelte Anregungen, fand vieles gut, anderes nicht. Vor allem eines aber wurde deutlich: Jedem einzelnen von ihnen liegt Lüdenscheid als Standort mit Potenzial am Herzen und er ist bereit, Zeit und Ideen in die gemeinschaftlich betriebene Aufwertung der Lüdenscheider Innenstadt zu stecken. 

Geld aus anderen Quellen

Das große Geld müsse jedoch aus anderen Quellen kommen, machte Czech (Agentur David & Goliath) deutlich: „Wenn das Konzept steht und alle dahinter stehen, dann gehen wir los und holen Fördergelder.“

Aufbruchstimmung spürbar

Die Aufbruchstimmung war spürbar, was auch daran lag, dass jedes Ideenkärtchen erst einmal seinen Platz am Sammelbord fand. „Das geht nicht“ – diese Formulierung war tabu. Welche Ansätze Chancen auf Verwirklichung haben, bleibt dem Diskussionsergebnis in Arbeitsgruppen vorbehalten, die man nun bilden will. „Wir wollen das Timing sportlich angehen“, versprach Matthias Czech: Das Visionspapier und damit das Gerüst für Lüdenscheid 2020 soll im Dezember stehen und der Stadtverwaltung im Januar vorliegen.

Von der Christuskirche bis zur Hochstraße

Das Arbeitsgebiet ist die Innenstadt von der Christuskirche bis zur Hochstraße. Die Ankerpunkte, die Gründe, warum der Kunde auf Entdeckungstour durch die Innenstadt gehen sollte, die Anreize, die man zum Bummeln schafft – das ist der eine Themenbereich. Der andere: Wie geht man wirkungsvoll gegen Leerstände vor? „Das machen, was die Stadt nicht kann oder will“, wie es Sebastian Benkhofer nannte. „Welchem Investor können wir welches Gebiet anbieten?“, formulierte Willi Denecke die Arbeitsgrundlage.

 Ein Beispiel: Wenn sich die Knapper Straße bis hin zum Rathausplatz als Gesundheits- und Fitnesszone profiliert, wäre das eine reizvolle Umgebung für Low-Carb-Trendgastronomie. Hier will man also Investoren gezielt ansprechen und mit einem maßgeschneiderten Standortangebot nach Lüdenscheid holen. Gleichzeitig sprühen auch die Etablierten vor Ideen. Ein Biergarten für die Oberstadt gehört zum nächsten Projekt des umtriebigen Platte-Bulette-Chefs. - sum

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