Ordnungsamt kontrolliere „nahezu täglich“

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Schwere Fahrzeuge, schutzlose Fußgänger: Auf engem Raum wie in der Fußgängerzone ist besondere Vorsicht geboten.

Lüdenscheid -  „Wir tun da schon einiges“, sagt die Polizei. Und die Stadt teilt mit, dass „die Zahl der vom Ordnungsamt eingeleiteten Bußgeldverfahren in 2013“ 148 betrage. 2014 sind’s bislang 123. Polizei und Ordnungsamt haben also die Fußgängerzone „im Blick“, wie sie sagen.

Die hat sich zuletzt nach Einschätzung vieler Passanten zur „Innenstadtautobahn“ entwickelt, auf der sich Laster und Autos vermehrt auch außerhalb der genehmigten Lieferzeiten aufhalten.

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Den ruhenden Straßenverkehr in der Fußgängerzone muss das Ordnungsamt kontrollieren. Das geschehe zumindest „im Kernbereich Rathausplatz/Sternplatz/Wilhelmstraße nahezu täglich“, teilt Martin Haase vom Ordnungsamt mit. Im übrigen Bereich der Fußgängerzone werde „mindestens ein- bis zweimal wöchentlich“ kontrolliert. Fließenden Straßenverkehr dürfe nur die Polizei kontrollieren, das Ordnungsamt habe keine „Anhalterechte“: den Radarwagen in der Zone einzusetzen, sei „nicht praktikabel“.

Das sei auch gar nicht nötig, befindet die Polizei. Wenn da einer deutlich schneller unterwegs sei als mit Schrittgeschwindigkeit, gehe das „nach Augenmaß“. Das kostet ab 15 Euro aufwärts. Parker, die außerhalb der Lieferzeiten in der Zone erwischt werden, zahlen 30 Euro, wer unberechtigt durchfährt 20 Euro. Radfahren im Sperrbereich kostet 15 Euro, mit Gefährdung 25 Euro.

Auch die Polizei hat 2013 im Rahmen ihres Projektes „Sicher leben in Lüdenscheid“ allein 75 Ordnungswidrigkeitenanzeigen im Hinblick auf Innenstadt-Verkehr geschrieben. „Wir werden natürlich auch tätig, wenn es erforderlich ist“, sagt ein Polizeisprecher – wenn nicht gerade ein aktueller Einsatz dagegen spreche. - sum  

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