Aus der Innenstadt zur Autobahn: Postfächerumzug

Firmen wie die LN, aber auch Kanzleien, Geschäfte und Privatleute sind Postschließfachkunden.

LÜDENSCHEID ▪ „Wir möchten Sie darüber informieren, dass die Postfachanlage vom bisherigen Standort Rathausplatz 4 zu einem neuen Standort verlagert wird. Der neue Standort befindet sich in der Noltestraße 13 in Lüdenscheid (Nähe BAB Auffahrt Lüdenscheid Mitte).“ Diese Mitteilung fanden die Postfachkunden am Donnerstag in ihren Schließfächern vor.

„In Kürze“ solle es genauere Informationen zu dem für Juni geplanten Umzug geben. „So lapidar“, ärgerte sich der Lüdenscheider Peter Linnepe, der sich seit Jahren seine Post ans Postfach liefern lässt, „und da ist noch nicht einmal eine Telefonnummer bei.“ Dort wäre er seinen Ärger gerne losgeworden.

Das Schließfach hat er zu einer Zeit angemietet, als der Reisedokumentensammler viele Lieferungen bekam, die er aus Sicherheitsgründen nicht einfach im Briefkasten stecken wissen wollte. Heute sammelt er nicht mehr und den Umzug will er nun zum Anlass nehmen, zu kündigen. „Ich vermeide es, mit dem Auto quer durch die Stadt zu fahren“, sagt der 69-Jährige. Der neue Standort sei gerade für ältere umständlich zu erreichen, findet er. Ärgerlich sei aber auch, dass er jetzt alle anschreiben müsse, die seine Postfachadresse hätten.

„Bei jeder Veränderung gibt es Gewinner und Verlierer“, sagt dazu Postsprecher Rainer Ernzer. Wer sein Postfach kündigen wolle, könne das ohne großen Aufwand oder Kündigungsfristen tun. Ernzer: „Es tut uns leid, aber wir können nicht alle zufrieden stellen. Wir bitten um Verständnis. Für Postfach-Firmenkunden aus den Außengebieten sei die Lösung sicher besser, auch wegen der Parkmöglichkeiten am neuen Standort. Und für die Postboten sowieso: Die erhielten durch den Umzug endlich optimale Arbeitsabläufe. Im Hauptpostgebäude habe man die Post zum Sortieren und zur Bestückung der Schließfachanlage über mehrere Etagen bewegen müssen. An der Noltestraße gebe es eine ebenerdige Anbindung. Vom Umzug der Postboten abgesehen, auch darauf weist Ernzer hin, bleibe der übliche Postservice am Standort erhalten. Der werde, wie gehabt, von den Kollegen von der Postbank übernommen. Sie böten nach wie vor als Nebenleistungen Postdienste an.

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