Inklusion: „Friedensschule nicht gefährdet“

Annette Schmidt-Kob.

Lüdenscheid - Auch wenn die sonderpädagogische Förderung von Schülern mit dem 9. Schulrechtsänderungsgesetz ab Schuljahr 2014/2015 in der Regel in der allgemeinen Schule stattfinden wird – der Bestand der Friedensschule in Lüdenscheid ist vorerst nicht gefährdet.

Dies bestätigte Schulleiterin Annette Schmidt-Kob, nachdem in Menden die Förderschule Rodenbergschule zu den Sommerferien 2014 aufgelöst wird. Die Schüler werden dann in Förderklassen an den Mendener Regelschulen integriert.

Die Rodenbergschule habe aber im kommenden Schuljahr wohl nur noch 50 Schüler und liege damit weit unter der Mindestschülerzahl von Förderschulen. An der Friedensschule werden zurzeit 180 Jungen und Mädchen unterrichtet, sagte Schmidt-Kob. Die Mindestschülerzahl an „Förderschulen Lernen“ betrage 144, toleriert werden aber in der Regel auch Zahlen über 72 Schüler. Im Zuge der demographischen Entwicklung und der Einrichtung integrativer Maßnahmen gebe es auch an Förderschulen immer weniger Schüler. Mittlerweile lägen etliche Schulen zwischen 72 und 144 Schüler, vor allem im ländlichen Bereich auch schon unter 72.

Hintergrund des neuen Schulgesetzes ist die Umsetzung der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen in den Schulen Nordrhein-Westfalens. Im Entwurf des Gesetzes heißt es: „Die Schule fördert die vorurteilsfreie Begegnung von Menschen mit und ohne Behinderung. In der Schule werden sie in der Regel gemeinsam unterrichtet und erzogen (inklusive Bildung).“ Die inklusive Bildung und Erziehung in allgemeinen Schulen wird damit im Schulgesetz als Regelfall verankert.

Schmidt-Kob hält den begonnenen Weg Richtung Inklusion trotz noch offener Fragen für wichtig und richtig – „aber nur, wenn es gut und ruhig gemacht wird und das Wahlrecht der Eltern erhalten bleibt.“ - wok

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