Aktionstag für Gleichstellung Behinderter

Klaus-Martin Pandikow zählt zu den Organisatoren des Aktionstages am Samstagmittag auf dem Sternplatz.

LÜDENSCHEID ▪ Als Aktions- und nicht mehr als Protesttag soll die zweite Veranstaltung zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen am Samstag auf dem Sternplatz über die Bühne gehen.

Drei Ziele haben sich die Veranstalter des Aktionstages gesteckt, der am Samstag von 10 bis 13 Uhr auf dem Sternplatz stattfindet: „Wir wollen den Lüdenscheidern am 8. Mai zeigen, dass es in dieser Stadt ein großes Sammelbecken für Menschen mit Behinderungen gibt, das sich auch weiter entschieden für Barrierefreiheit einsetzt. Wir wollen Interessierten gerne die einzelnen Hilfsangebote genau vorstellen. Und wir wollen Behinderten und ihren Familien Möglichkeiten der Unterstützung aufzeigen, die ihnen zustehen, die sie vielleicht aber nicht in Anspruch nehmen.“

Klaus-Martin Pandikow, ehrenamtlicher Behindertenbeauftragter der Stadt, und seine Mitstreiter haben die zweite Veranstaltung nach 2009 nicht mehr als Protest-, sondern als Aktionstag angelegt. Kritik wird es trotzdem geben: So soll die von der Stadt jetzt im Zuge der Streichliste geplante Streckung der Ausgaben für selbstöffnende Türen im Rathaus auf drei Jahre nicht unkommentiert bleiben.

Pandikow geht es dabei weniger um die Einzelmaßnahme als ums Grundsätzliche: „Es gilt Politik und Verwaltung in Lüdenscheid immer wieder daran zu erinnern, was Pflichtaufgaben und was freiwillige Leistungen sind.“

Neue UN-Konvention zur Gleichstellung

Hier spiele die neue UN-Konvention zur Gleichstellung eine entscheidende Rolle. Denn darin geht es um „Inklusion“, sprich ums Dabeisein von Anfang an. „Sonderwelten soll es nicht mehr geben“, erklärt das Frank Scheibe vom Johannes-Busch-Haus. „Und das reicht viel weiter, als es sich viele vorstellen können.“

Die Besucher des Aktionstages, der parallel zum Wochenmarkt läuft, sollen nach der Eröffnung durch Bürgermeister Dieter Dzewas als Schirmherrn zwölf Stände erleben. Das reicht von einem „Rolli-Parcours“ über den DRK-Spezialbus bis zum Gemeinschaftsstand von Lebenshilfe, Werkstatt und Johannes-Busch-Haus, der einen Film zur Kulturarbeit zeigt. - hgm

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