"Wider Napoleon!": Vortrag über Frauenvereine

Friederike von Bodelschwingh mit ihrem Sohn Ludwig, gemalt von Luise von Bodelschwingh, Öl auf Leinwand und eine Kopie aus den 30er-Jahren im Privatbesitz.

LÜDENSCHEID - Im Rahmen der Ausstellung „Wider Napoleon!“ wird am kommenden Sonntag, 23. Februar, ab 18 Uhr das Thema „Frauenvereine von 1813“ im Zentrum des Interesses stehen. Dr. Inken Schmidt-Voges aus Osnabrück spricht über die Rolle der Frau in den Befreiungskriegen.

Oft werden die Frauenvereine genannt, wenn man nach geschlechtergeschichtlichen Perspektiven des Völkerschlacht-Jubiläums fragt. Dabei wird auf das patriotische Engagement der Frauen und ihre Vorreiterrolle für die späteren Frauenvereine des Vormärz verwiesen. Dieser Vortrag fragt aber vor allem nach den Voraussetzungen und Herausforderungen dieser neuen Organisationsform politischen Handelns von Frauen. Denn seit der Mitte des 18. Jahrhundert wandelten sich weibliche Lebenswelten in erheblichem Maße: neue Frauenbilder und veränderte Rollenmodelle trafen auf die soziale Dynamik einer sich verändernden Gesellschaft.

Mit welchen Herausforderungen des Alltags waren Frauen um 1800 konfrontiert, welche Netzwerke, welche Öffentlichkeiten prägten ihre Handlungsspielräume, wie unterschieden sie sich in den Ständen und sozialen Schichten? Und worin lag am Ende das Innovationspotential dieser Frauenvereine?

Der Vortrag beleuchtet das Frauenleben um 1800 zwischen sozialem Wandel und politischer Zäsur. Auch dieser Vortrag wird kulinarisch von einem Glas Wein und französischen Häppchen begleitet. Wer dabei sein will, zahlt fünf Euro Eintritt an der Abendkasse der Museen der Stadt Lüdenscheid an der Sauerfelder Straße 14-20.

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