Initiative „Spielmäuse“ sucht neue Strukturen

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Auch Dr. Matthias Heider (CDU/MdB), Gordan Dudas (MdL/SPD), Angela Freimuth (MdL/FDP) gehören zum Unterstützerkreis der Einrichtung am Danziger Weg.

Lüdenscheid - Die Elterninitiative „Spielmäuse e. V.“ am Danziger Weg kommt zunehmend unter Druck, und zwar von mehreren Seiten. Die Einrichtung dürfte nach aktuellem Stand in diesem Jahr ein Defizit von rund 40.000 Euro einfahren.

Mit ihrem Modell der flexiblen Kinderbetreuung, schwerpunktmäßig für Kinder unter drei Jahren, gerät die Initiativeinrichtung in Konkurrenz zum fortschreitenden U-3-Ausbau der Stadt und dem Angebot der Tagespflege. Die Öffnungszeiten seien nicht ausreichend für manche Berufstätige, zugleich seien die Elternbeiträge vergleichsweise hoch und nicht für alle Einkommensgruppen tragbar, analysiert man selbst am Danziger Weg.

Im Ergebnis wiederum sinkt die Zahl der Anmeldungen. Für das qualifizierte Team aus drei Erzieherinnen und einer Zusatzkraft wird es darum zunehmend schwierig in der Kindergartenlandschaft, weil das Angebot in keine Schablone fällt, nach der eine Finanzierung über das Kinderbildungsgesetz möglich wäre, so der Tenor eines runden Tisches von Jugendpolitikern aus Lüdenscheid, aber auch zusammen mit Dr. Matthias Heider (CDU/MdB), Gordan Dudas (MdL/SPD), Angela Freimuth (MdL/FDP) und dem zuständigen Fachbereichsleiter Winfried Lütke-Dartmann.

Welche Konsequenzen die Entwicklung hat, rechnete Ulf Illhardt, Vorsitzender des Vereins, der Runde vor: Die Einrichtung dürfte nach aktuellem Stand in diesem Jahr ein Defizit von rund 40.000 Euro einfahren, das aus Rücklagen aufgefangen werden kann. Der Bestand sei aktuell und auf die nächsten zwei Jahre hinaus nicht gefährdet, dauerhaft lasse sich die Situation aber nicht durchhalten, so Illhardt.

Andererseits hat die Stadt ein erhebliches Interesse am Fortbestand der Einrichtung, die Druck von der Stadt insbesondere bei der U-3-Betreuung nimmt. Der städtische Zuschuss in Höhe von 30.000 Euro wird auch für das laufende Kindergartenjahr fortgeführt. Eine echte Zukunftssicherheit für Einrichtung und Team ist trotzdem nicht gegeben.

Aussage am Danziger Weg ist demnach, die seit 2001 gewohnten Strukturen auch aufzugeben zugunsten einer Institutionalisierung als Kindergarten oder in ähnlicher Form, möglicherweise auch dem Versuch, für ein oder mehrere interessierte Unternehmen eine qualifizierte Kinderbetreuung anzubieten, die auch nach dem Kinderbildungsgesetz förderfähig sei, hieß es in der Gruppe. - von Florian Hesse

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