Zwischen Schlipsträgern und echten Azubis

Vertreter der Stadt lassen sich von der Insta-Auszubildenden Marina Utsch ihren Ausbildungsplatz zeigen.

LÜDENSCHEID ▪ Nein, eine „Kugelschreiber- und-Blöckchen- Einsammelveranstaltung“ solle es nicht werden, betont Bürgermeister Dieter Dzewas. Für die 2. Ausbildungsmesse am 25. September im Kulturhaus konnte die Stadt 80 Unternehmen aus der Region gewinnen, die für rund 100 Berufe stehen.

Nach dem Erfolg der ersten, deutlich kleineren Auflage, erhoffen sich alle Beteiligten diesmal eine noch größere Wirkung.

Darauf arbeiteten Stadt, Schulen und Ausbildungsbetriebe gemeinsam hin, betonten gestern auch Dirk Aengeneyndt (Stabsstelle Wirtschaft und Arbeitsmarkt) sowie Peter Treu (Fachdienst Wirtschaftsförderung). Beim organisierten „Wettlauf um die bestmöglichen Mitarbeiter“ will beispielsweise auch die Firma Insta Elektro von der Hohen Steinert ganz vorne mithalten. Deshalb geht Ausbildungsleiter Sebastian Zimkowski mit zwei Auszubildenden ins Kulturhaus. Schlipsträger hinterm Stand, davon ist er überzeugt, schreckten die jungen Leute eher ab. Also können sie sich bei Tim Wershoven (23) informieren, der in diesem Jahr seine Ausbildung zum Industriekaufmann vorzeitig abschließt, und bei Marina Utsch (21), die bald Mechatronikerin ist, ein von Mädchen nach wie vor selten gewählter Beruf.

Die Messe läuft von 8 bis 18 Uhr. Vormittags werden sich die (im Unterricht vorbereiteten) Schüler der 9. Klassen einen Überblick verschaffen – über die Fülle der Ausbildungsberufe in der Region, über Praktikumsstellen, über die Bandbreite der Betriebe, die überhaupt ausbilden. Der Nachmittag ist offen für alle Interessierten und, so die Hoffnung, führt Kinder mit ihren Eltern vielleicht ein zweites Mal ins Kulturhaus – zur vertieften Information.

Ziele bei alledem: eine falsche Berufswahl zu verhindern und die richtige zu erleichtern. Und natürlich die Bindungskraft in die Region zu erhöhen, wie es der Bürgermeister formuliert. Denn: „Wir werden am Standort nur über die Qualität der Mitarbeiter noch global Erfolg haben.“

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