Initiative "Wir sind Schöneck" befürchtet Desaster

LÜDENSCHEID ▪ Sprecher des Initiativkreises „Wir sind Schöneck“ sehen mit der von der Verwaltung beabsichtigten Schließung der Grundschule Schöneck auch absehbar den Standort Brügge in Gefahr, „so dass Eltern und Kinder im Lüdenscheider Süd-Westen demnächst ohne Schule dastehen – ein Desaster“.

Davor warnen die Unterzeichner Sascha von Ahlen, Katja Schlorff, Christine Rieger, Julia Hüttemann-Wilks, Holger Krummel, Thorsten Bohmann, Sebastian Meusel und Ralf Kütting. Gleichzeitig bitten sie in einem Schreiben an alle Ratsvertreter, über die beabsichtigte Schließung fair und nachhaltig zu diskutieren – auch auf Grundlage des 8. Schulrechtsänderungsgesetzes, in dem die „Sicherung eines qualitativ hochwertigen und wohnungsnahen Grundschulangebots“ festgeschrieben sei.

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Die Beschlussvorlage der Verwaltung richte sich gegen den erklärten Elternwillen, denn die überwiegende Mehrheit der Eltern habe sich für die innenstadtnahe Schule Schöneck entschieden. Für etliche Familien sei Brügge aufgrund seiner Randlage keine Alternative zu Schöneck. Daher sei damit zu rechnen, dass nach anderen Optionen gesucht werde und daher auch Brügge aufgrund fehlender Kinder nicht mehr gehalten werden könne. Dies deute ja auch schon die Verwaltung in ihren Beschlussvorschlag an. „Wer junge Familien halten und anziehen will, muss eine attraktive Infrastruktur mit einer sicheren Perspektive bieten“, appellieren die Unterzeichner der Initiative an die Politiker und fordern:

– eine Standortgarantie für die Grundschule Schöneck-Brügge am Standort Schöneck, um den Fortbestand einer wohnortnahen Grundschule im Lüdenscheider Süd-Westen zu sichern.

– einen sicheren Schulweg für alle Kinder im Einzugsbereich der Schulen: Für eine Verlagerung des Schulbetriebes nach Brügge liege kein Verkehrskonzept vor, das die morgendliche Anreise von über 200 Kindern sicher und geordnet ermögliche und die Interessen der Anwohner berücksichtige. „Heute können viele Kinder aus den Wohngebieten rund um die Schulen Schöneck und Brügge den Schulweg zu Fuß zurücklegen.“

– einen Bestands- und Vertrauensschutz für die bereits eingeschulten Kinder: „Die Kinder wollen mit ihren Klassenkameraden und den Lehrern und Lehrerinnen in einem Klassenverbund bleiben. Eine absehbare Zusammenlegung von Klassen, die aller Voraussicht nach sogar eine Verkleinerung des Kollegiums nach sich ziehen wird, muss verhindert werden. Die Abwanderung von Kindern zu anderen Schulen muss vermieden werden.“

– eine transparente und den Schulfrieden wahrende Vorgehensweise, die nicht den Fristen der geplanten Schulgesetz-Änderung vorgreife, sondern sie voll ausschöpfe..

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