Ersterschließung der Straße Zum Weißen Pferd

Nach Info-Abend: Anlieger empört und enttäuscht

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Der Anliegerprotest gegen die hohen Ersterschließungskosten für die Straße Zum Weißen Pferd ist groß.

Lüdenscheid - Wütend, empört und mit Unverständnis haben die Anlieger der Straße Zum Weißen Pferd ihrem Ärger gegenüber der Verwaltung Luft gemacht. 

„Wir haben seit Bekanntwerden der enormen Anliegerkosten, die für die Ersterschließung unserer Straße auf uns zukommen, kein Auge mehr zugemacht.“

Mit Wut, Enttäuschung und Unverständnis reagierten die Anlieger der Straße Zum Weißen Pferd beim Infoabend der Verwaltung am Donnerstag auf die nochmals vorgestellten Pläne.

Kosten in Höhe von 860 000 Euro

Ob sie nach der Veranstaltung ruhiger schlafen können, bleibt offen. Denn die Verwaltung verteidigte die mit der Ersterschließung verbundenen Veränderungen und die damit verbundenen Kosten in Höhe von 860 000 Euro. 

Dennoch gab es erstmals Zahlen, die eine Kosteneinschätzung für die Anlieger und ihre jeweiligen Grundstücksgrößen ermöglichen, aber nicht verbindlich sind. 

Konkrete Kosten für Anlieger stehen noch nicht fest

Erst nach den Ausschreibungsergebnissen, die laut Karsten Koppmeier vom Stadtreinigungs-, Transport- und Baubetrieb Lüdenscheid (STL) Mitte Januar nächsten Jahres vorliegen, danach geprüft und im Frühjahr feststehen werden, können die Anlieger mit konkreten Anliegerkosten rechnen.

Manuela Obeng-Yeboah, bei der Stadt für die Ermittlung von Erschließungskosten zuständig, legte Berechnungen vor, die sich nach der Geschossigkeit der Grundstücke richten. Danach belaufen sich bei einer zweigeschossigen Bebauung die Kosten zum Beispiel auf 56,06 Euro pro Quadratmeter. 

Mitspracherecht gibt es nicht

Martin Bärwolf, Fachbereichsleiter Planen und Bauen, bot allen Betroffenen Einzelgespräche an. Ein Mitspracherecht aus den Reihen der Anlieger, wie der Ausbau der Straße letztlich aussehen könnte – auch mit dem Hintergrund, dadurch die Kosten zu senken – gebe es nicht, betonte er.

Er habe Verständnis dafür, dass es sehr unglücklich sei, dass eine Straße nach so langer Zeit erstmalig erschlossen werde. „Aber wir haben die rechtliche Verpflichtung, alle gleich zu behandeln.“

"Straße funktioniert doch so, wie sie jetzt ist"

Dennoch waren die Anlieger nicht einverstanden mit dem Volumen des Ausbaus – ihr Tenor: „Das sorgt für eine Verschlechterung und nicht eine Aufwertung unserer Straße.“ Vieles sei gar nicht notwendig. „Die Straße funktioniert doch so, wie sie jetzt ist. Neuer Asphalt drauf und fertig.“ 

Dieter Rotter, Fachdienleiter Bauservice, bestätigte zwar, dass es weitere 50 Straßen gebe, die noch erstmalig erschlossen werden müssen. Wann welche als nächste folge, könne er zurzeit aber nicht sagen.

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