Fachvorträge und Informationsstände in Volkshochschule Lüdenscheid

Infobörse „Frau und Beruf“ in der VHS

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Julie Wirth, Inhaberin von „Tante Wilma“, wird im Rahmen der Infobörse zwei Kreativ-Workshops anbieten.

Lüdenscheid - Frauen bei ihrem Wiedereinstieg in den Beruf unterstützen – das will die Infobörse „Frau und Beruf“, die am Samstag, 14. Juni, in der Zeit von 12.30 bis 17 Uhr in den Räumen der Volkshochschule Lüdenscheid an der Alten Rathausstraße 1 stattfindet.

Als Initiatorin der Aktion zeichnet die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Lüdenscheid, Wiebke Grüne, verantwortlich. Ihr gelang es, das Kompetenzzentrum Frau und Beruf, die Agentur für Arbeit Iserlohn, das Jobcenter MK, die Volkshochschule Lüdenscheid und viele weitere Kooperationspartner ins Boot zu holen. Gemeinsam haben die Akteure ein reichhaltiges Programm zusammengestellt, das einen informativen und praxisnahen Einblick in das Thema „beruflicher Wiedereinstieg“ geben soll. Geplant sind für den Tag der Infobörse sechs Fachvorträge.

Den Anfang macht von 13 bis 13.30 Uhr Lydia Dietrich, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt beim Jobcenter Märkischer Kreis, mit dem Vortrag „Wiedereinstieg: Berufliche (Neu)Orientierung mit Familie?“

Von 14 bis 14.30 Uhr spricht Eva Henseler, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt bei der Agentur für Arbeit Iserlohn, zum Thema „BeWerbung, aber richtig: So stimmen Text und Styling“. Unterstützt wird Eva Henseler fachkundig von Myriam Bubert von Bubert Professionnel.

Von 14.30 bis 15 Uhr soll sich dann alles um das Thema „Minijob – Chance oder Falle?“ drehen. Diesen Vortrag gestaltet Annika Rabe vom Kompetenzzentrum Frau und Beruf Märkische Region/agentur mark.

Rafael Berger von der Deutschen Rentenversicherung Westfalen beschäftigt sich von 15 bis 15.30 Uhr mit dem Thema „Altersvorsorge: Frauen leben länger – aber wovon?“. „Uns war es sehr wichtig, auch dieses Thema mit in den Tag der Infobörse einzubauen. Schließlich müssen Frauen gut aufgeklärt werden, wie sie sich absichern können“, erklärt Wiebke Grüne und fügt hinzu, dass am 14. Juni auch eine weibliche Beraterin der Rentenversicherung vor Ort sein wird: „Das ist für die Frauen wichtig, die lieber mit einer Frau über dieses Thema sprechen möchten.“

Von 16 bis 16.30 Uhr steht das Thema „Fördermöglichkeiten: Beratung zur beruflichen Entwicklung (BBE), Bildungsscheck, Bildungsprämie“ im Mittelpunkt. Diesen Vortrag halten Dietrich Vehse, Sozialbetriebswirt und zertifizierter Bildungsberater der VHS Lüdenscheid, und Kirsten Trojan, psychologische Beraterin und Personal Coach von der Kreishandwerkerschaft Märkischer Kreis.

Den Schlusspunkt der Vortragsreihe setzt die Unternehmensberaterin Annette Eschment. Sie widmet sich von 16.30 bis 17 Uhr dem Thema „Gründen ohne Risiko – Tipps für Ihre Gründung im Nebenerwerb“.

„Wir denken, dass wir mit diesem Angebot an alle wichtigen Themenbereiche gedacht haben, die für Frauen von Bedeutung sind, die den beruflichen Wiedereinstieg planen“, ist sich Wiebke Grüne sicher.

Komplettiert wird das Angebot mit zehn Infoständen und Beratungsangeboten: Eva Henseler und Lydia Dietrich bieten neben ihren Fachvorträgen auch einen Bewerbungsmappencheck an. Lia-Anca Wolf, pädagogische Mitarbeiterin der Volkshochschule Lüdenscheid, zeigt Möglichkeiten auf, wie Frauen die verschiedenen Schulabschlüsse nachholen können. Martina Kluge, tätig im Bereich Coaching und Supervision, berät Frauen individuell zur Orientierung im Spannungsfeld von Person, Rolle und Beruf. „Ich gebe den Frauen die Möglichkeit, Beratungstermine mit mir zu vereinbaren – mit einer Bonuskarte, die nur den Teilnehmerinnen der Infobörse zukommt“, erklärt Martina Kluge.

Max Unterharnscheidt und Niclas Waldheim von Waldheim Photography wollen wertvolle Tipps zur Gestaltung von Bewerbungsfotos geben. „Es geht darum, sich gut zu verkaufen, die Stärken zu zeigen – aber vor allem auch authentisch zu sein“, erklären die beiden Lüdenscheider Fotografen.

Von großer Bedeutung wird auch der Bereich sein, um den sich im Rahmen der Infobörse Marion Platenius von der Pflegeberatung der Stadt Lüdenscheid kümmern wird. „Es gibt immer mehr Frauen, die daheim Eltern oder Schwiegereltern pflegen – und für sie ist die Planung des beruflichen Wiedereinstiegs oft kompliziert. Ihnen will ich aufzeigen, welche Hilfen und Unterstützungsmöglichkeiten es gibt, um den Übergang in die Erwerbstätigkeit vor dem Hintergrund dieser Doppelbelastung zu stemmen“, erklärt Marion Platenius.

Wiebke Grüne selbst wird sich dem Bereich der Kinderbetreuung widmen. „Ich zeige den Frauen die verschiedenen Betreuungsangebote auf – damit sie auch in diesem Bereich gut informiert sind und planen können.“

Angela Wiemann, ehrenamtliche interkulturelle Arbeitsmarktlotsin vom Kommunalen Integrationszentrum Märkischer Kreis und agentur mark, klärt über die Hilfen auf, die die Arbeitsmarktlotsen Frauen beim Wiedereinstieg in den Beruf geben.

Rafael Berger von der Deutschen Rentenversicherung Westfalen bietet neben seinem Fachvortrag weiterführende Informationen zum Thema Altersvorsorge. Von der Kontenklärung bis hin zur individuellen Rentenauskunft wird er umfassend Auskunft geben.

Die Volkshochschule Lüdenscheid wird die verschiedenen Angebote im Bereich Sport und Gesundheit vorstellen, die für Frauen interessant sind.

Ganz besonders freut sich Wiebke Grüne darüber, auch Julie Wirth, Inhaberin des Kunstgewerbegeschäfts „Tante Wilma“, für die Teilnahme an der Infobörse „Frau und Beruf“ gewonnen zu haben. „Julie Wirth wird einen Filz- und einen Schmuckworkshop anbieten. Damit haben die Frauen die Möglichkeit, kreativ zu sein und mit anderen Frauen in Kontakt zu kommen. Außerdem haben die Frauen die Möglichkeit, ‚Tante Wilma’ kennenzulernen und zu sehen, ob hier nicht auch eine Chance für einen Nebenerwerb im freiberuflichen Bereich besteht“, berichtet Wiebke Grüne.

Die Infobörse ist ein kostenloses Angebot. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. „Wir laden ganz ausdrücklich alle Frauen ein, die sich für das Thema interessieren – ganz unabhängig davon, ob sie Leistungen von der Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter Märkischer Kreis beziehen“, betont Wiebke Grüne. - mf

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