Imposanter Blick auf lange verdecktes Riesenkreuz

Das Ehrenmal über Brügge Am Knockelsberg ragt imposant in den Himmel. 1959 wurde es auf Initiative der Brügger Schützen errichtet.

LÜDENSCHEID ▪ Der Anblick bietet sich nur kurz in Höhe des Wahrder Wegs, wenn es auf der Halver Straße Richtung Brügge geht, aber er ist imposant. Ein riesiges Kreuz steht auf dem Hügel Am Knockelsberg, davor – klein wie Streichhölzer – weiße Stäbchen. Ruckzuck ist der Blick wieder verstellt und vom Brügger Ortskern an der Volmestraße aus ist nichts mehr davon zu sehen.

Lange Zeit war dieser Blick verstellt durch Bäume, die das Kreuz einschlossen und schließlich überragten. Doch nach den heftigen Stürmen in den vergangenen Jahren und Borkenkäfern, die an den angeschlagenen Gehölzen nagten und ihnen den Rest gaben, wurde die sonst bewaldete Fläche immer kahler und das Kreuz, das allen Naturgewalten trotzte, wieder bestimmender Blickfang.

So war das auch 1959. Denn damals wurde das Ehrenmal errichtet, erinnert sich Theo Rademacher: „Ich war selbst dabei.“ Die Initiative hätten damals die Brügger Schützen ergriffen und das Ehrenmal an markanter Stelle errichtet. Brügge war zu dieser Zeit noch eine Ortschaft in der Gemeinde Lüdenscheid-Land. Das Ehrenmal wurde schließlich verlegt in die Nähe der Sparkasse, wo heute den Opfern der Weltkriege gedacht wird. „Ein Weg zum alten Ehrenmal führt noch an Lidl vorbei, links über die Schienen und hinauf auf den Knockelsberg“, weiß Rademacher, aber er ist angesichts des Höhenunterschieds sicherlich beschwerlicher.

Die weißen Stäbchen, die das riesige Kreuz fast umrahmen sind übrigens Holzpfähle, die im Rahmen der Wiederaufforstung gesetzt wurden, um neu gepflanzten Laubbäumen unterschiedlicher Art Halt zu geben. Das erklärte Halvers Revierförster Ullrich Ackfeld, der für diesen Bereich zuständig ist, auf LN-Anfrage.

Jetzt wird es wieder viele Jahrzehnte dauern, bis das Ehrenmal nach und nach von Bäumen umschlossen ist und irgendwann vielleicht auch wieder unsichtbar werden wird. - my

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