Immunisierungsangebot werde gut angenommen

Impfung für Jugendliche im MK: 90 Prozent der Kinderärzte machen mit, sagt der Kreis

FOTOMONTAGE: USA lassen BioNTech/Pfizer-Impfstoff fuer Kinder ab zwoelf Jahren zu. Impfen,Impfung,Spritze,Piekser,Kinder
+
In Deutschland ist unter anderem der Biontech-Impfstoff Comirnaty zugelassen. Er wird auch im Impfzentrum Lüdenscheid verabreicht.

Nachdem nahezu jeder Mensch in Deutschland ab 16 Jahren die Möglichkeit hat, sich impfen zu lassen, besteht diese Möglichkeit seit Kurzem auch für 12- bis 15-Jährige. 90 Prozent der Kinderärzte im Märkischen Kreis kämen einem Wunsch nach einer Corona-Impfung nach.

Lüdenscheid – Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt nur die Immunisierung für Kinder und Jugendliche im Alter von zwölf bis 17 Jahren, die aufgrund von Vorerkrankungen ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf der Corona-Erkrankung haben. An ihrer Einschätzung hält die Expertengruppe weiter fest. Anders die Sächsische Impfkommission, die seit dem 1. August eine Impfung für alle 12- bis 15-Jährigen empfiehlt. Hier überwiege der Nutzen eindeutig das Risiko negativer Reaktionen, heißt es in der Begründung.

StadtLüdenscheid
LandkreisMärkischer Kreis
Einwohnerzahl72.313 (Stand: 31.12.2019)

Die vergangenen Tage haben gezeigt, dass das Immunisierungsangebot in den Impfzentren von Kindern und Jugendlichen ohne Vorerkrankungen angenommen wird. „Im Impfzentrum sind bislang noch keine Kinder aus Risikogruppen geimpft worden. Das liegt daran, dass vorerkrankte Kinder und Jugendliche in der Regel bereits von den niedergelassenen Haus- und Fachärzten geimpft worden sind“, teilt Kreis-Pressesprecher Alexander Bange auf Anfrage mit. 90 Prozent der Kinderärzte im Märkischen Kreis kämen einem Wunsch nach einer Corona-Impfung nach.

Viele der Risikopatienten dieser Altersgruppe seien in den letzten Wochen mit dem Biontech-Produkt Comirnaty geimpft worden, sagt auch eine heimische Kinderärztin, die aus Datenschutzgründen ungenannt bleiben und keine weiteren Auskünfte geben möchte.

Impfung für Jugendliche im MK: Ablauf stimme mit Erwachsenen überein

Abseits einer Aufklärung bei einem niedergelassenen Kinderarzt seien die Erziehungsberechtigten gut informiert. „Rückfragen sind selten. Den Eltern werden zusammen mit der Terminbestätigung die Aufklärungs- und Einwilligungsunterlagen per Mail zugesandt“, erklärt Bange. Die Aufklärungsunterlagen seien zumeist vollständig ausgefüllt und unterschrieben, wenn die Impfung in der Schützenhalle ansteht.

Der Ablauf bei Kindern und Jugendlichen stimme mit dem bei den Erwachsenen überein, sagt Bange: Registrierung, individuelle Aufklärung durch einen Kinderarzt, Schutzimpfung. Der Märkische Kreis betont, dass für das Aufklärungsgespräch mehr Zeit eingeplant werden sollte, damit entsprechend der Empfehlung des NRW-Gesundheitsministeriums eine ausführliche medizinische Beratung sichergestellt sei.

Ob es nach dieser Woche noch weitere Termine gebe, stehe noch nicht fest. „Wir werden die Situation im Auge behalten und im Laufe der Woche entscheiden.“ Nachdem die Termine am vergangenen Freitag und Samstag innerhalb von drei Stunden ausgebucht waren, waren am Dienstagmittag laut Bange noch 170 Plätze ungenutzt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare