Immer wieder Chaos

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Verkehrschaos ist programmiert, wenn der Fahrer eines schweren Lkws nach mühsamem Wenden im kleinen Kreisverkehr versucht, auf der am Rand zugeparkten Kalver Straße zurückzufahren.

LÜDENSCHEID - Über die „unerträgliche Verkehrssituation“ zu Stoßzeiten auf der Kalver Straße beklagen sich Anwohner – und bitten die Stadtverwaltung in einem Brief dringend um Abhilfe. Sie fordern ein beidseitiges durchgehendes Parkverbot.

Trotz regelmäßiger Kontrollen des Ordnungsamtes habe sich die Situation speziell zwischen der Einfahrt zum Zollamt und dem Kindergarten „Arche“ in Höhe des Kreisverkehrs überhaupt nicht gebessert, schreiben die Anwohner. „In diesem Bereich wird regelmäßig so geparkt, dass es für Fahrzeugführer in Richtung Stadt keine sicheren Ausweichmöglichkeiten bei entgegenkommendem Verkehr gibt, zumal die bergab fahrenden Fahrzeuge erst sehr spät erkannt werden können."

Chaos "perfekt" durch Busse und Lkw

Zahlreiche auf der Fahrbahn geparkte Wagen zwischen Zollamt-Einfahrt und Kreisel machen die Kalver Straße zu einem Nadelöhr.

Das Chaos in diesem Bereich sei manchmal „perfekt“, wenn ein Bus an der Haltestelle vor dem Kreisel halte oder ein schwerer Laster am Zollamt vorbeigefahren sei und im kleinen Kreisverkehr umkehren müsse. Ihre Forderung wegen dieser immer wiederkehrenden Situation: „Die einzige Option für eine dauerhaft sichere Verkehrssituation im Bereich Kreisel bis Einmündung Paulmannshöher Straße ist aus Sicht vieler Anwohner ein durchgängiges beidseitiges Parkverbot.“ Denn die Ursache der meisten Verkehrsbehinderungen seien die Autofahrer, die ihre Wagen – neben den geparkten Fahrzeugen auf den zur Zeit noch zulässigen Bereichen – in ungeeigneten Freiräumen auf der Fahrbahn abstellen. Da diese Parker die Probleme dauerhaft ignorierten, helfe nur eine grundsätzliche Regelung.

Hohes Sicherheitsrisiko für Kinder

Zudem verweisen die Anwohner unter anderem auf ein hohes Sicherheitsrisiko durch die geparkten Autos für die Kinder des Kindergartens und kritisieren die einstündig zeitbegrenzten Stellplätze auf der Fahrbahn oberhalb des Kindergartens. Es stelle sich auch die Frage, wieso das Zollamt auf der Kalve liege und nicht in der Nähe der Autobahn. Dann müssten sich die Fahrer schwerer Lkw vor allem im Winter nicht die steile Nottebohmstraße hinaufquälen.

Stadt: "Kritikpunkte werden gründlich geprüft"

Stadtpressesprecher Wolfgang Löhn bestätigte, dass der Brief im Rathaus eingegangen sei und die Anregungen und Kritikpunkte der Anwohner gründlich geprüft würden. Eine Antwort werde es voraussichtlich bis Mitte August geben.

Das Zollamt ist im Februar 1999 zur Kalve umgezogen, teilte Ilona Fiorentino, Pressesprecherin des Hauptzollamtes Dortmund, auf Anfrage der LN mit. Der Mietvertrag für das ursprünglich von der Deutschen Bahn gemietete Gebäude an der Bahnhofstraße, in dem das Zollamt mehr als 20 Jahre gesessen habe, sei damals gekündigt worden. Dann habe die auch fürs Zollamt zuständige Bundesimmobilienanstalt nach einem geeigneten neuen Standort in einem Lüdenscheider Gewerbegebiet gesucht.

Zollamt mangels Alternativen zur Kalve

Mangels Alternativen habe man das heutige Gebäude an der Kalve angemietet – in einer Zeit, in der dort längst kein so hohes Verkehrsaufkommen wie heute geherrscht habe. Die winterliche Problematik auf der steilen Nottebohmstraße betreffe allerdings sämtliche Laster, die ins Gewerbegebiet hochfahren müssten. - wok

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