Immer noch kein Gehweg am Friedhof

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Eine breite Fahrbahn, ein Parkstreifen, eine Leitplanke – aber für Fußgänger bleibt dieser Abschnitt der Mathildenstraße, trotz eines Tempo-30-Limits, gefährliches Terrain.

Lüdenscheid - Die Planungen für den endgültigen Ausbau der Mathildenstraße im nächsten Jahr laufen. Doch schon jetzt ist klar: Fußgänger müssen auch weiterhin auf einen Bürgersteig entlang des evangelischen Friedhofs verzichten. Das bestätigt Christian Hayer, im Rathaus für die Verkehrsplanung verantwortlich. Hayer: „Im Rahmen der aktuellen Ausbauplanung ist ein neuer Gehweg nicht vorgesehen.“

Damit setzt sich eine schier endlose Geschichte fort. Vor 14 Jahren berichtete die LN-Redaktion unter dem Titel „Immer noch kein Gehweg am Friedhof“ über eine Initiative der damaligen FDP-Ratsfraktion. Danach stellte sich auf Anfrage des Liberalen Bruno Schwarz heraus, dass die Verwaltung schon 1989 Geld für den Ausbau zugesagt, aber keine Arbeiten veranlasst habe, hieß es im Juni 2000. Elf Jahre zuvor habe Baudezernent Detlev Schünemann die Kosten auf rund 650 000 Mark beziffert.

Wie Christian Hayer erklärt, sei es wegen der maroden Straßenverhältnisse „äußerst schwierig, einen Gehweg anzulegen, ohne die ganze Fahrbahn zu erneuern“. Immerhin werde im Rahmen der Denkfabrik-Projekte über die „Verbesserung der Fußläufigkeit“ nachgedacht, zumal ja in Höhe des Friedhofs ein Landschaftsbalkon oberhalb der Bahngleise gebaut werden soll.

Auch ein Alternativweg über den Friedhof, direkt hinterm Zaun, kommt laut Hayer derzeit wegen langfristiger Grabbelegungen nicht Betracht. Sicherster Fußweg bleibt also zunächst die neue Rampe zwischen Friedhofskapelle und Bahnhofsallee. - von Olaf Moos

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