Immer mehr Drogenfahrer

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Wollen auf die große Gefahr für Verkehrsteilnehmer hinweisen, die unter Drogen fahren (v.l.n.r.): Stefan Tertel, Bernd Weißflog und Lutz Höngen. -

LÜDENSCHEID ▪ Immer mehr Kraftfahrer werden unter Drogen am Steuer erwischt – für das Team der Lüdenscheider Drogenberatungsstelle „drobs“ Grund genug, erstmals an den Märkischen Verkehrssicherheitstagen im Stern-Center teilzunehmen. In den letzten Jahren sei auch im Märkischen Kreis ein deutlicher Anstieg der Fahrten unter Drogen zu verzeichnen, erklärte Stefan Tertel, Geschäftsführer der Anonymen Drogenberatung Iserlohn.

Allein in Lüdenscheid habe es in diesem Jahr einen Zuwachs von 40 bis 50 Prozent im Vergleich zu 2009 gegeben, sagte Bernd Weißflog von der Lüdenscheider Beratungsstelle.

Häufig kämen erwischte Jugendliche und junge Heranwachsende in die Beratungsstelle und möchten gern ihren Führerschein zurückbekommen. Dafür halte die „drobs“ ein Angebot vor: Martin Campulka bereite die Betroffenen in speziellen Seminaren auf die Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU) vor.

Ganz offenbar steige in der Altersgruppe der 16- bis 25-Jährigen die Risikobereitschaft, sich auch nach Konsum von Betäubungsmitteln an Lenkrad oder Lenker zusetzen, meinte Tertel. Genau wie bei Alkoholfahrten nach Discobesuchen überschätzten sich diese Fahrer – was schnell zu Unfällen führen könne. Die Einnahme von Substanzen wie Cannabis, Amphetamin, Ecstasy oder auch Kokain führe fast immer zu Konzentrationsschwächen, Reaktionseinschränkungen und Wahrnehmungsstörungen, die im Verkehr zu gravierenden Fehlern führten.

Mit sogenannten Rauschbrillen können sich Interessierte noch heute von 10 bis 13.30 Uhr und morgen ab 10 Uhr den ganzen Tag am Info-Stand der „drobs“ die Drogeneinwirkungen zeigen lassen.

An den Märkischen Verkehrssicherheitstagen im Erdgeschoss I des Stern-Centers nehmen wie berichtet auch die Verkehrswacht, das DRK und das Fachgeschäft „Andys Radsport“ teil. ▪ wok

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