Wie bei der ersten Welle

Immer mehr Covid-Patienten: Klinikum richtet Corona-Station ein

Im Klinikum Lüdenscheid in Hellersen wird wieder eine Corona-Station eingerichtet.
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Im Klinikum Lüdenscheid in Hellersen wird wieder eine Corona-Station eingerichtet.

Die Corona-Krise ist in den Krankenhäusern zurück. Nach einem starken Anstieg von Covid-19-Patienten am Wochenende reagieren die Märkischen Kliniken sofort. Sie richten wieder eine Corona-Ebene ein. Länger geplante Operationen könnten verschoben werden.

Am Montagnachmittag informierten die Märkischen Kliniken über den starken Anstieg der Covid-19-Patienten im Klinikum Lüdenscheid. Der Krisenstab reagierte umgehend und schaltete wieder in den Corona-Modus. Dabei greifen Geschäftsführung, Ärzteteam und Pflegepersonal auf die Erfahrungen der ersten Welle zurück. Unter anderem wird eine Corona-Station eingerichtet.

Im Klinikum Lüdenscheid wurden am Montag bereits 23 Patienten mit einer Sars-CoV-2-Infektion behandelt. Drei von ihnen liegen auf der Intensivstation. Weitere 20 Patienten werden auf der Isolierstation versorgt. Am Freitag (23. Oktober) waren insgesamt 13 Covid-10-Patienten in Behandlung, keiner von ihnen musste intensivmedizinisch versorgt werden. Darüber hinaus befinden sich sieben Mitarbeiter am Standort Lüdenscheid in häuslicher Quarantäne. In der Stadtklinik Werdohl gibt es keine Covid-19-Patienten und keine Mitarbeiter in Quarantäne.

Der Krisenstab der Märkischen Kliniken kommt zu folgender Lageeinschätzung: „Aktuell verschärft sich die Lage wegen Covid-19 wieder. Wir haben jetzt 20 Covid-19-positive Fälle auf der Station 1.6. Zudem wurden vier asymptomatische Patienten, die auf der Normalstation lagen, unerwartet positiv getestet. Sie mussten auf die Station 1.6 verlegt werden. Inzwischen wird die Station 1.2 als „Holding-Area“ für stationäre Notaufnahmen mit klinischem oder anamnestischem Covid-19 Verdacht genutzt. Die anderen Patienten der Station sind entlassen oder auf andere Stationen verlegt worden.“

Für die Behandlung von Covid-19-Patienten wird die erste Ebene im Hauptgebäude wieder zum Isolierbereich, der sogenannten Corona-Station. Dazu werden innerhalb der nächsten Stunden die dortigen Stationen freigemacht und umfunktioniert. Dabei orientiert sich das Klinikum an dem Vorgehen im Frühjahr während der ersten Welle der Pandemie. Das ist geplant:

  • Die Station 1.3 wird freigemacht, im nächsten Schritt auch die Station 1.5 (insgesamt 66 Betten), bis auf die Stroke-Unit. Das wird nach Angaben des Klinikums nicht vollständig innerhalb von 24 Stunden gelingen.
  • Aus diesem Grund werden ab Dienstag (bis zur vollständigen Umsetzung der Maßnahmen ), alle neuen Patienten mit einer FFP2-Maske am Checkpoint ausgestattet, die sie tragen müssen, bis ein negatives Abstrich-Ergebnis vorliegt.
  • Im Umgang mit diesen Patienten müssen die Mitarbeiter ebenfalls eine FFP2 Maske tragen bis ein negatives Testergebnis vorliegt.
  • Sobald die erste Ebene freigeräumt ist, dienen die Station 1.3 und 1.5 wieder als „Covid-Holding-Area“, wie bereits zu Beginn der Pandemie geübt. Dort verbleiben alle stationären Aufnahmen, ohne klinisch/anamnestischen Covid-Verdacht, bis zum Vorliegen des ersten negativen Ergebnisses des stationären Covid-Tests.
  • Die Station 1.2 (12 Betten) dient der Abklärung von Fällen mit klinisch/anamnestischem Covid-Verdacht.
  • Die Station 1.6 (24 Betten) wird mit Covid-positiven Patienten belegt. Es gilt dann wieder der reduzierte Bettenkapazitätsplan aus dem Beginn der Krise.
  • Auch in der Stadtklinik Werdohl ist wieder eine Aufnahmestation eingerichtet worden.

Derzeit gibt es 14 Plätze auf der Intensivstation (Station 8.7), die Kapazität könnte bei Bedarf deutlich ausgeweitet werden. Mit der Umstellung auf den Corona-Modus wird die Zahl der Elektivpatienten wieder drastisch reduziert. Daher sollen auch bereits aufgenommene Elektivpatienten so schnell wie möglich aus dem Klinikum entlassen werden.

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