Breit angelegt

Imagewerbung: LSM setzt auf Lüdenscheider Gesichter

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Lieber Blumen statt Baustelle: Dass man trotz der derzeitigen Situation in der Lüdenscheider Innenstadt gut einkaufen kann, soll die Imagekampagne (hier Blumenhändler Jeroen Jörning) vermitteln.

Maskenpflicht hin oder her: Gesicht zeigen ist das Motto in diesen schwierigen Zeiten für die Innenstadt, den Handel und die Gastronomie. „Die Gesichter machen den Unterschied“ – das hat André Westermann wörtlich genommen. Und so betont das Lüdenscheider Stadtmarketing-Team (LSM) in einer breit angelegten Sympathie- und Imagewerbung das Individuelle der Stadt, den persönlichen Charakter, das Ungewöhnliche und Überraschende, das Lüdenscheid zu bieten hat.

Lüdenscheid –  „Zur Abmilderung der Baustellenthematik“, betont LSM-Geschäftsführer Westermann, aber natürlich auch, um zu zeigen, was Lüdenscheid trotz allem zu bieten hat. Für die einzelnen Bausteine der Kampagne gibt’s Fördermittel. Deshalb ist auch nichts „mal eben“ gemacht: „Vorgaben für Fördermittel sind schon sportlich“, weiß Westermann.

StadtLüdenscheid
LandkreisMärkischer Kreis
Einwohnerzahl72.313 (Stand: 31.12.2019)

LSM setzt auf Lüdenscheider Gesichter: 42 Gesichter

Inzwischen sind die ersten Sympathieträger sichtbar, zum Beispiel vor dem Baustellenzaun an der unteren Wilhelmstraße. Dort, am Bauzaun gegenüber des Baustellenbüros, lächelt Feinkosthändler Oliver Scherff von einer Mesh-Plane, flankiert von Blumenhändler Jeroen Jörning. Im echten Leben liegen nur ein paar Meter Fußweg zwischen den beiden Individualisten.

Davon gibt es viel mehr als gedacht. 42 haben die LSM-Mitarbeiter gezählt -– Einzelhändler und Gastronomen, die das Besondere der Stadt ausmachen und das auch bleiben sollen, damit Lüdenscheid nach der Innenstadtsanierung als reizvolles Einkaufsziel auflebt. Mit Blick aufs Umland schätzt der Marketing-Fachmann die Chancen gar nicht schlecht ein: „Auf jeden Fall machen wir mehr als andere. Die Städte drumherum haben ganz andere Probleme.“

Dass sich Lüdenscheid lohnt, hätte man mit vielerlei Maßnahmen im vergangenen Jahr zeigen können, betont Westermann. Darauf gelte es aufzubauen. Sein persönlicher Favorit, der gut funktioniert und an lauen Sommerabenden eine besondere Atmosphäre in der Altstadt geschaffen habe, waren die langen Donnerstage. Die wünscht sich Westermann regelmäßig, damit sich den Köpfen der Menschen festsetzt: „Da ist ‘was los.“

LSM setzt auf Lüdenscheider Gesichter: Heimischen Partnern auch in Corona-Zeiten eine Bühne geben

Auftritte von Straßenkünstlern, das Programm am Stadtstrand, Musik, Biergärten, Trödel, Comedy, 3D-Straßenmaler, aber auch Street Art und der Sternplatz als Mini-Festbuden-Platz, der Licht-Adventskalender an der Erlöserkirche – das alles und noch mehr sei im vergangenen Jahr möglich gemacht worden, ruft Westermann in Erinnerung. Immer vor dem Hintergrund, vor allem langjährigen Partnern und heimischen Dienstleistern auch in Corona-Zeiten eine Bühne zu geben.

Doch in dieser Zeit der Umwälzungen ist die Arbeit am Image der Stadt als Einkaufs- und Ausflugsziel besonders langwierig und erfordert viele unterschiedliche Ansatzpunkte. In diesem Jahr will Westermann daher ein einheitliches Vermarktungskonzept auf den Weg bringen. Er will auf allen Kanälen – gezielt und vernehmlich – trommeln für die Stärken der großen Vier: Einzelhandel, Veranstaltungen, Gastronomie sowie Kultur, Freizeit, Bildung. Neben den Kommunikationswegen über die Zeitung, eine Homepage und soziale Medien setzt er auf ein weiteres, ganz klassisches Format: eine Standortbroschüre. Die soll, jährlich aktualisiert, in Arztpraxen und öffentlichen Gebäuden ausliegen und den Standort Lüdenscheid mit seinen Facetten und lokalen Akteuren vorstellen. Alles zusammen soll den Unterschied machen. „Wir haben die Hoffnung, darüber etwas anzuschieben“, sagt Westermann.

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