Lange Zwangspause beendet

Im Saunadorf wird‘s wieder heiß - neuer Chef steht vor der Tür

Saunameister macht Aufguss
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Die Saunameister – hier Carsten Hempler in Aktion – heizen nach fast 18-monatiger Pause wieder die Öfen in der Wellness-Oase am Nattenberg an.

Die Warterei hat ein Ende: Das Saunadorf Nattenberg öffnet nach langer Pause seine Türen, das Team heizt die Öfen an, die Küchen- und Restaurant-Crew läuft sich schon warm.

Lüdenscheid - Der Startschuss fällt am 9. September um 14 Uhr. Das bestätigt der Bäder-Chef der Stadtwerke, Friedrich Schmidt-Werthmann. Es gelten die normalen Öffnungszeiten wie vor dem langen Lockdown.

Die Saunameister Carsten Hempler und Otmar „Otti“ Werner haben die Anlage während der Zwangspause in Teilzeit regelmäßig in Schuss gehalten und für technische Instandsetzungen und Renovierungen gesorgt. Am 1. September, so Schmidt-Werthmann, kehren die Mitarbeiter um Teamleiterin Silke Wille-Treske für den letzten Feinschliff vor der Wiedereröffnung in die Wellness-Oase zurück.

Sie waren, mit Ausnahme von drei Wochen im Herbst vergangenen Jahres, seit dem ersten harten Lockdown am 16. März 2020, also seit rund 18 Monaten, zum Nichtstun verdammt. Während Konkurrenzbetriebe in der Region – etwa das Hagener Westfalenbad, das „monte mare“ in Reichshof-Eckenhagen, „Gut Sternholz“ in Hamm, das „mediterana“ in Bergisch-Gladbach oder die Medi-Therme in Bochum – im Sommer wieder in Betrieb gingen, verwies Schmidt-Werthmann im Juni auf die erfahrungsgemäß schwachen Besucherzahlen in den warmen Monaten und damit verbundene wirtschaftliche Risiken für die Wellness-Oase am Nattenberg.

Langjähriger Bäder-Chef geht in den Ruhestand

Der bevorstehende Startschuss am 9. September wird die letzte große Amtshandlung Schmidt-Werthmanns sein. Der langjährige Bäder-Chef des örtlichen Energieversorgers geht in den Ruhestand. Seine Nachfolge steht schon seit Monaten fest. Doch wer die Leitung der Bäderbetriebe übernimmt, darüber schweigen sich die Verantwortlichen noch aus. Nach Informationen unserer Zeitung handelt es sich um einen in der Branche erfahrenen Fachmann aus dem Oberbergischen Kreis.

Dessen Noch-Arbeitgeber hat die Kündigung seines Bäderleiters bereits Anfang Juni entgegen genommen und ihm öffentlich für die „sehr erfolgreiche Arbeit sowie seine langjährige Loyalität“ gedankt. Trotzdem halten die Stadtwerke den Namen des künftigen Lüdenscheider Bäder-Chefs noch zurück. Wie es heißt, soll der Ablauf der Kündigungsfrist abgewartet werden.

Der Neue soll nach Angaben Schmidt-Werthmanns am 1. Dezember seinen Dienst in der Kreisstadt antreten. Ursprünglich hatte der „Alte“ seinen Schritt in den Ruhestand für den 1. August vorgesehen. Doch weil sein Nachfolger erst im Winter kommt, hat Friedrich Schmidt-Werthmann seinen Vertrag nach eigenen Angaben bis zum Jahresende verlängert und plant, den neuen Bäder-Chef gründlich einzuarbeiten.

Der Betrieb des Saunadorfs steht nach der Wiedereröffnung erwartungsgemäß im Zeichen der Corona-Schutzverordnung. Wer schwitzen und sich entspannen und das Angebot des beliebten Restaurants genießen will, muss die 3G-Anforderungen erfüllen. Wellness-Freunde, die weder geimpft noch genesen sind und keinen negativen PCR-Test vorlegen können, müssen auf den Genuss verzichten.

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