Idee: Ensembleproben im Kulturhaus

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Die Halle der Schweitzer-Hauptschule: Bleibt sie Trainingszentrum des LTV, oder steht sie nach Umbauten künftig auch großen Musikschul-Ensembles als Proberaum zur Verfügung?

lüdenscheid  - Zur Frage, wo die Musiker des Orchesters und der Bigband der Musikschule proben sollen, falls diese 2015 in die heutige Albert-Schweitzer-Hauptschule umzieht, sehen Politiker neben der jetzt zu prüfenden Aufteilung der Turnhalle zwischen Sportlern und Musikern noch andere Lösungen. So erklärte Jens Voß (SPD) auf Nachfrage, dass aus seiner Sicht auch das Kulturhaus oder die Scholl-Aula als Probenorte im Spiel bleiben. „Aber zunächst gilt es die Prüfung abzuwarten“, sagte Voß.

Indes erscheint die Idee, statt womöglich teurer Umbauten von Aula oder Halle neue Instrumente anzuschaffen, um Proben an anderer Stelle zu ermöglichen, als ebenso günstige wie verträgliche Variante. Denn dass die Sportler eine Hallen-Teilung äußerst kritisch sehen, machten Peter Riemekasten, 1. Vorsitzender des LTV von 1861, sowie der Sportausschuss-Vorsitzende Rüdiger König (CDU) gestern deutlich.

Laut Riemekasten will der LTV an der Schweitzer-Halle festhalten und sie sogar noch stärker belegen. Zu den zehn Gruppen des Vereins, die heute schon darin trainieren, sollen nach den Ferien weitere kommen, die derzeit in der Gymnastikhalle am Bergstadt-Gymnasium Sport treiben. Aus dieser Halle müsse der LTV bereits weichen, weil sie musikalisch genutzt werden soll. „Passiert nun dasselbe mit der Schweitzer-Halle, müssten viele Gruppen ganz aus dem Stadtteil heraus“, fürchtet der LTV-Chef dann Auflösungserscheinungen. Und: Er kenne die Ansprüche der Musikschule nicht, „aber aus meiner Sicht ist das eine reine Sporthalle: quadratisch, praktisch, gut.“

Für Rüdiger König darf nun eines nicht passieren: „Dass sich Sport und Kultur um die Halle streiten müssen.“ Hier gefalle ihm auch das Vorgehen der Verwaltung nicht.

Laut Jens Voß müssten für die musikalische Nutzung etwa die Prallschutzwände entfernt werden, was das Aus für alle Ballsportarten bedeuten würde. Auch die Scholl-Aula wäre für ihn als Proberaum eine Alternative, sofern dort die Instrumente wegzuschließen wären. Eine Lösung dürfe es jedenfalls nur im Konsens mit dem LTV geben.

Der FDP-Fraktionsvorsitzende Jens Holzrichter hält das Kulturhaus für Proben großer Ensembles für die beste Lösung. „Zumal es bietet, was sie brauchen: eine Bühne.“ - hgm

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