Ida-Gerhardi-Förderpreis für Marcel Hiller

Aus den Händen von Udo Lütteken (Sparkasse) nahm Marcel Hiller den Förderpreis in Empfang.

LÜDENSCHEID - Der Ida-Gerhardi-Förderpreis 2011 geht in diesem Jahr an den Kölner Stipendiaten Marcel Hiller. Aus den Händen von Udo Lütteken (Sparkasse Lüdenscheid) nahm der 29-Jährige am Abend in der Städtischen Galerie am Sauerfeld den mit 5 000 Euro dotierten Preis in Empfang. Seine Rauminstallation hatte die hochkarätig und sehr kunstsachverständig besetzte Jury überzeugt.

Marcel Hiller konstruierte einen eigenständigen Raum in einem Raum. Zu betreten ist die Installation lediglich durch einen schmalen Tunnel, in dem jeweils nur ein Besucher Platz findet. Die Kunst, die dieser anschließend sieht, ist das Nichts. Lediglich ein Gegenstand, der nicht augenscheinlich als Kunstwerk auszumachen ist, und eine displayartige Vertiefung, die nichts zeigt, finden sich darin. „Das ist ein Präsentationsraum, der einen Raum präsentiert“, teilte Lütteken in der mit mehr als 150 Gästen bestens besuchten Vernissage als Begründung für die Auswahl des Preisträgers mit.

Die Eröffnung der Preisverleihung hatte für die Stadt Kulturdezernent Wolff-Dieter Theissen übernommen. Er lobte die Vielzahl der Gäste. Dies sei ein Zeichen von Solidarität gegenüber der Städtischen Galerie. Ganz besonders freue er sich allerdings darüber, dass Galerieleiterin Hilke Gesine Möller nun zwei Jahre nach ihrer schweren Erkrankung die Einführung in diese ganz besondere Kunstausstellung übernehmen könnte. Sein Dank galt darüber hinaus der Sparkasse für die Unterstützung dieser jungen Kunsttalente.

Hilke Gesine Möller nahm die Gäste mit auf einen virtuellen Rundgang durch die Ausstellung. 13 von insgesamt 92 Bewerbern hatte die Jury bereits im Vorfeld ausgewählt. So installierten Marianna Christofides, Sonja Engelhardt, Katy Feuersenger, Andreas Fischer, Daniela Georgieva, Maria Gerdwilker, Marcel Hiller, Stefanie Klingemann, Tamara Lorenz, Michael Pohl, Frederic Roos, Jeannette Schnüttgen und Monika Stricker ihre Werke in den letzten Wochen in der Galerie. Die Jury sei sehr angenehm überrascht gewesen von der künstlerischen Vielfalt, so Möller weiter. Die Vielzahl der Bewerbungen zeige das Renommee, das der Förderpreis genießt. Ihr spezieller Dank galt ihrer Mitarbeiterin Ursula Delhounge für die intensive Vorbereitung der Ausstellung sowie dem gesamten Team. Die Ausstellung „Kunst jetzt – Ida Gerhardi Förderpreis 2011“ ist ab sofort und bis zum 8. Januar 2012 zu sehen. Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen, der die Besucher mit der Intention der Werke vertraut macht. Er kann an der Museumstheke erworben werden. - rudi

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