Nach Skiurlaub positiv getestet

Hohe Verluste durch Quarantäne: Geschäftsmann erfährt bittere Corona-Wahrheit viel zu spät

Geschäftsmann Arnd Nitsch ist misstrauisch geworden. „Ich hatte keinerlei Symptome.“
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Geschäftsmann Arnd Nitsch ist misstrauisch geworden. „Ich hatte keinerlei Symptome.“

Lüdenscheid - Geschäftsmann Arnd Nitsch, Inhaber des Lotto-Bistros am Sternplatz, musste wegen eines positiven Coronatests in Quarantäne und zwei Wochen lang seinen Laden schließen. Doch ein aktueller Antikörpertest zeigt: Er war gar nicht infiziert. Jetzt weiß er gar nicht so recht, ob er erleichtert sein soll – oder eher verunsichert. 

Arnd Nitsch, Inhaber des Lotto-Bistros am Sternplatz, war Ende März nach einem Skiurlaub in Sölden in Tirol positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Die Folgen waren für ihn weitreichend. 

Zwar hatte er keinerlei Symptome, aber er und seine Angestellten, Freunde und Familie mussten in Quarantäne. Ein Antikörpertest ergab nun: Nitsch war gar nicht erkrankt, der Test verlief negativ. 

„Wegen mir waren ungefähr 70 Menschen in Quarantäne. Ich musste meinen Laden für zwei Wochen schließen und habe einen dicken wirtschaftlichen Verlust erlitten.“ Das Ergebnis der Geschichte lautet für den Geschäftsmann: „Viel Rauch um nichts.“ 

Den Antikörpertest hat der Lüdenscheider machen lassen, „um ganz sicher zu gehen“. Sicher war er auch schon vorher, sagt er. „Ich hatte keinerlei Symptome, ich habe nachweislich niemanden angesteckt.“ Eine offene Frage lautete: „Bin ich nun immun gegen Corona oder nicht?“ 

Sollte das Ergebnis des Antikörpertests korrekt sein, ist die Ansteckungsgefahr für ihn nicht gebannt. War das Ergebnis des Corona-Abstrichs im März richtig, muss also der Antikörpertest schief gelaufen sein. Arnd Nitsch: „Ich weiß gar nicht, welchem der Tests ich nun trauen soll.“ 

Überrascht war er von dem jüngsten Ergebnis nach eigenen Worten nicht. „Ich kenne meinen Körper, normalerweise huste ich mehr. Deshalb habe ich auch nicht daran geglaubt, dass es mich erwischt hat.“ 

Doch er folgte den behördlichen Vorgaben, zog sich mit seiner Frau für zwei Wochen in seine Wohnung zurück und schloss vorübergehend seinen Laden. Seine erwachsenen Kinder, seine Frau und seine Angestellten, Verwandte und Freunde wurden im März ebenfalls getestet – „alle negativ“, so Nitsch. 

Statt Erleichterung oder Verunsicherung zu fühlen, ist die Stimmungslage des Lüdenscheiders nun von Misstrauen geprägt. Ein weiterer Antikörpertest kommt für Arnd Nitsch nicht in Frage. „Die Sache ist für mich erledigt. Ich glaube keinem Test mehr.“

Inzwischen haben es sogar schon Inkassofirmen, wie eine Firma aus Berlin, auf Lotto-Spieler abgesehen.

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