Sanierung in Corona-Schutzschirmverfahren geplant

Durch Corona große Umsatzverluste: Hussel meldet Insolvenz an - auch Filialen im MK betroffen

Hussel Filiale Lüdenscheid
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Die Lüdenscheider Hussel-Filiale in der Innenstadt.

Nun hat es auch die Süßwarenkette Deutsche Confiserie Holding getroffen: Die Corona-Krise treibt die Dachgesellschaft der Marken Arko, Eilles und Hussel in die Insolvenz. Zwei Filialen von dem Hagener Traditionsunternehmen Hussel gibt es auch im Märkischen Kreis.

Lüdenscheid - Die zur DCH-Gruppe gehörenden Unternehmen arko GmbH, J. Eilles GmbH & Co. KG und Hussel GmbH stellen sich unter den Corona-Schutzschirm und haben vorläufige Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Diesen Anträgen folgte das Amtsgericht Norderstedt.

Unternehmen Hussel GmbH
Gründung1949
SitzHagen
Branche Confiserie

Hussel hat mit den Standorten in Lüdenscheid (Wilhelmstraße) und Iserlohn (Laarstraße) zwei Filialen im Märkischen Kreis. Das Geschäft in Lüdenscheid war am Mittwoch geöffnet. Auf LN-Nachfrage waren die Mitarbeiter vor Ort aber zu keiner Stellungnahme bereit.

Traditionsunternehmen Hussel meldet Insolvenz an: Keine Staatshilfen

Gründe für die Insolvenz seien vor allen Dingen der coronabedingte Wegbruch der wichtigen Verkaufszeiträume um Ostern und Weihnachten. Während im Frühjahr die Geschäfte teilweise geschlossen waren, konnten diese im zweiten Lockdown geöffnet bleiben. Dennoch blieb der Umsatz aufgrund der nur sehr gering frequentierten Einkaufsstraßen und Shopping-Center aus.

Gleichzeitig konnten die Unternehmen aufgrund der für den Lebensmittelhandel nicht geltenden Schließungsanordnungen keine Staatshilfen beantragen. „Es ist uns nicht leichtgefallen, den Insolvenzantrag zu stellen. Vor uns liegt nun eine große Aufgabe. Wir sind zuversichtlich, die drei Marken positiv in die Zukunft zu führen“, wird Patrick G. Weber, Geschäftsführer der DCH-Gruppe, auf der Internetseite insolvenz-portal zitiert.

Traditionsunternehmen Hussel meldet Insolvenz an: Gehälter für drei Monate gesichert

Zum vorläufigen Sachwalter für Hussel wurde Dr. Dietmar Penzlin von der Hamburger Insolvenzverwaltung Schmidt-Jortzig Petersen Penzlin bestimmt. Dieser betont auf insolvenz-portal : „Wir werden alles daransetzen, es den Unternehmen zu ermöglichen, die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie unter dem Corona Schutzschirm zu bewältigen und sich für die Zukunft aufzustellen.“ Löhne und Gehälter seien über das Insolvenzgeld für drei Monate gesichert, teilte Penzlin mit.

Die Deutsche Confiserie Holding ist im Jahr 2019 als Dachgesellschaft für die Marken Arko, Eilles und Hussel entstanden. Drei Jahre zuvor hatte die Arbeitsgemeinschaft für den Vertrieb von Konsumgütern (Arko), die 1948 von Cuno Rothofs und seinem Vater, dem Hamburger Kaffeehändler Bernhard Rothofs in Wahlstedt, Schleswig-Holstein gegründet wurde, die 35 Eilles-Fachgeschäfte von J.J. Darboven übernommen. Damit erschloss sich Arko den süddeutschen Raum.

Traditionsunternehmen Hussel meldet Insolvenz an: 1949 in Hagen gegründet

Im Jahr 2018 übernahm Arko dann auch die Süßwarenkette Hussel von der Beteiligungsgesellschaft Emeran Capital Partners. Hussel wurde 1949 in Hagen gegründet und hat seine Filialen vor allem im Süden und Westen Deutschlands. Durch den Zusammenschluss der drei Marken Arko, Eilles und Hussel entstand Unternehmensangaben zufolge das größte Confiserie-Unternehmen Europas. Seit 2015 wird der Süßwarenhändler von Patrick G. Weber geführt.

Hussel wurde 1949 in Hagen gegründet und hat seine Filialen vor allem im Süden und Westen Deutschlands. Durch den Zusammenschluss der drei Marken Arko, Eilles und Hussel entstand Unternehmensangaben zufolge das größte Confiserie-Unternehmen Europas. Seit 2015 steht Patrick G. Weber an der Spitze des Unternehmens.

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