Sanierung schreitet voran

Humboldt-Villa: Gewerk reiht sich an Gewerk

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Die Handwerker steigen der Humboldt-Villa aufs Dach.

Lüdenscheid - „Das ist weit mehr als einfach die Ziegel aufs Dach zu packen. Das ist eine echte handwerkliche Herausforderung.“ Dachdeckermeister Franz-Dennis Linnartz (25) freut sich nicht nur über den Auftrag, sondern auch über die Art der Arbeit und den Qualitätsanspruch, den die Denkmalschützer bei der Sanierung der Humboldt-Villa verwirklichen wollen.

Mit Anbruch der Schönwetter-Phase haben Linnartz und sechs seiner Männer mit der Dacherneuerung begonnen. Die kompletten Schieferschindeln – abgesehen von denen vom Turm des Bauwerks, der vor rund fünf Jahren saniert wurde – müssen runter, die Kupferabdeckungen von den Gauben entfernt und die Schalungen zum Teil ausgewechselt werden.

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Abschnittsweise malochen sich die Männer unter dem Frühlingshimmel voran. Zuvor haben Zimmerleute die alten Sparren in der Dachkonstruktion verstärkt, tonnenweise neue Stahlträger sorgen für Stabilität. Die neuen Dachflächenfenster, mit besonderer Schallschutz- und Wärmedämmung ausgestattet, werden wieder verkleinert und dieselben Formate haben wie die Originalfenster.

Die Gauben haben schon neue Holzschalungen, Vordeckbahnen sind verlegt, in den nächsten Tagen kommen die Kupferbleche auf die Gaubendächer. Auch diese Arbeit wird hier von den Dachdeckern der Firma Linnartz und nicht von Bauklempnern erledigt. Der Chef: „Das muss ein Dachdecker heutzutage draufhaben.“

Doch wenn es an die Arbeit mit neuen Schieferschindeln geht, verlassen sich Linnartz und Projektleiter Marco Nipkow dann doch auf externe Spezialisten. Die Schieferdecker kommen aus Eslohe, zufällig auch Sitz der Lorenz-Burmann-Dachdeckerschule. In fünf bis sechs Wochen, hoffen Nipkow und Linnartz, werden die Dacharbeiten abgeschlossen sein.

Derweil reiht sich Gewerk an Gewerk, der Park der Humboldt-Villa gleicht fast einem Baumarkt-Parkplatz. Die Schachtarbeiten für den Anbau sind längst erledigt. Die Eisenrödler haben ihre Geflechte fertig, auf die heute zig Kubikmeter Beton für die Bodenplatte gegossen werden sollen.

Und die Fensterhandwerker, die die ersten vor Ort waren, befinden sich inzwischen auf der Zielgeraden.

Olaf Moos

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