„Ein Kampf gegen Windmühlen“

Hürde für Kinderwagen: Stürze an Rolltreppe im Stern-Center

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Vor allem am Eingang zur Altenaer Straße setzen sich viele über das Verbot hinweg und nutzen die Rolltreppe auch mit Rollator und Kinderwagen.

Lüdenscheid – „Wöchentlich passiert es, dass ältere Besucher mit ihren Rollatoren auf den Rolltreppen stürzen“, ist Leserin Renate Schmidt entsetzt. Hilflose ältere Personen könnten die Fahrstühle im Stern-Center nicht finden. Aber auch Kinderwagen würden über die Rolltreppe transportiert, schildert sie der Redaktion. 

Diese Szenarien beobachten auch die Mitarbeiter im Geschäft Klein Oho, die von ihrem Ladenlokal aus direkt auf die Rolltreppe blicken. Das Geschäft befindet sich am einzigen Eingang des Centers, der nicht barrierefrei ist. „Vor allem bei der kürzeren Rolltreppe passiert es, dass Senioren mit ihrem Rollator auf der Rolltreppe fallen. Aber ich habe es schon auf beiden Rolltreppen beobachtet, sowohl beim Rauf- als auch beim Runterfahren, und einen Krankenwagen gerufen. Dabei ist der Aufzug direkt um die Ecke“, sagt ein Mitarbeiter. 

„Die Problematik ist bekannt“, sagt Centermanager Daniel Dalsasso auf Anfrage der LN. Dabei gebe es an jeder Rolltreppe im Center Sicherheitshinweise, auf denen deutlich das Verbot zu sehen sei, dass die Rolltreppen mit einem Rollator oder Kinderwagen nicht benutzt werden dürfen. 

„Eigentlich muss ich zur Sicherheit sogar die Hand am Handlauf haben, wenn ich mit der Rolltreppe fahre“, erklärt Dalsasso. Denn wenn diese aus irgendeinem Grund einmal stehen bleiben sollte – was aus Sicherheitsgründen passieren kann, weil zum Beispiel jemand an der Treppe hängen bleibt – gebe es einen Ruck und man könne zurückfallen. 

Dabei sei es auch gar nicht nötig, die Rolltreppe unerlaubt zu nutzen. „Wir haben genügend barrierefreie Eingänge und Fahrstühle“, sagt der Center-Manager. 

Wenn Mitarbeiter jemanden mit einem Rollator oder Kinderwagen sehen, der die Rolltreppe nutzt, spreche der Mitarbeiter die Person an und weise sie darauf hin, dass das gefährlich ist. „Allerdings ist das ein Kampf gegen Windmühlen“, sagt Dalsasso. 

Derzeit prüfe man darüber hinaus die technischen Möglichkeiten, ob Pfähle am Eingang zur Rolltreppe platziert werden könnten. Diese würden bewirken, dass das unerlaubte Nutzen der Rolltreppe nicht mehr möglich ist. Das Ergebnis sei jedoch noch offen. 

Sollte es mal so sein, dass jemand den Aufzug nicht finden sollte, könne er sich zudem jederzeit an den Info-Desk im Erdgeschoss wenden, denn die Mitarbeiter dort seien für alle Kundenanfragen zuständig und würden weiterhelfen.

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