Hotopstraße: 25 Rosskastanien müssen gefällt werden

25 Rosskastanien an der Hotopstraße müssen nach Angaben der Stadtverwaltung gefällt werden. Sie seien von Bakterien gefallen.

Lüdenscheid - Keine guten Nachrichten hatte Hans Jürgen Badziura, Fachdienstleiter für Umweltschutz und Freiraum, am Mittwoch mit in die gemeinsame Sitzung von Bau- und Verkehrsausschuss sowie den Ausschuss für Stadtplanung und Umwelt gebracht: „Wir müssen an der Hotopstraße 25 Rosskastanien fällen, die von Bakterien befallen sind und keine Überlebenschancen haben. Denn die Pseudomonas haben irreversible Schäden hinterlassen. Die Bäume sterben nach und nach ab und gefährden natürlich auch die Verkehrssicherheit.“

In den nächsten Tagen sollen die Bäume gefällt werden. Geplant ist auch noch eine Informationsveranstaltung für die Anwohner, die diesen Schritt sicherlich bedauern dürften. Denn – das ist auch der Verwaltung durchaus bewusst – der Alleecharakter, der durch die Rosskastanien gegeben ist, fällt natürlich weg. Nach Angaben von Badziura werden nur noch elf übrig bleiben, was zu großen Lücken führt, die so schnell nicht wieder zu füllen sind. Zwar sind Neupflanzungen vorgesehen, aber es dauert seine Zeit, bis die Allee wieder Formen annimmt.

Ähnliches galt und gilt auch für die Parkstraße, wo nach der Fällung der gebeutelten Linden nach und nach neue gepflanzt worden sind. „Mit der weiteren Umsetzung an der Parkstraße müssen wir wohl erst einmal innehalten“, kündigte Hans Jürgen Badziura an. Denn die Maßnahme an der Hotopstraße koste zwischen 80 000 und 90 000 Euro, wobei die Finanzierung noch nicht im Haushalt verankert ist und eine zusätzliche Ausgabe erfordert.

Auf Nachfrage von CDU-Fraktionschef Oliver Fröhling erklärte Badziura, die Ursache für den Bakterienbefall liege darin, dass die Rosskastanien als Stadtbäume größerem Stress ausgesetzt seien als in ihren natürlichen Verbreitungsgebieten. 159 von 254 Bäumen im Stadtgebiet seien bereits infiziert.

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