Hotel Mercure: Tipps und Tricks beim Energie sparen

In der Hotelwäscherei des Mercure packt man Tennisbälle mit in die Trommel: Dann trocknet’s schneller:

LÜDENSCHEID ▪ Wimbledon ist vorbei, aber im Keller des Mercure-Hotels an der Parkstraße ist das ganze Jahr Saison. Hier fliegen tagtäglich Tennisbälle durch die Trocknertrommel und walken die Energiebilanz des 170-Zimmer-Hauses.

Zwei bis drei Minuten Zeit spare das pro Trocknerphase, weiß Dominik Hue, Food&Beverage-Manager des Hotels. Eigentlich sind Speisen und Getränke sein Einsatzgebiet, aber er kennt sich auch bei Energiesparmaßnahmen im Hause bestens aus: „Küche und Housekeeping verschlingen am meisten Strom.“ Die Mitglieder des Umweltbeirates erfuhren bei ihrer jüngsten Sitzung im Mercure-Hotel vieles über das Umweltbewusstsein der Chefetage. Doch das, betonte Hue, lasse sich nur durchsetzen, wenn die Mitarbeiter hinter dem Konzept stünden: „Man muss jeden einzelnen sensibilisieren.“

Das gilt auch für den Gast. Der findet im Zimmer nicht nur den Hinweis, dass die Accor-Kette, zu der die Mercure-Hotels gehören, für je fünf Handtücher, die nicht nach einem Tag in der Wäsche landen, einen Baum pflanzt. Der Gast, der gerne ausgiebig duscht, wenn’s ihn nichts kostet, hat jetzt einen Perlator in der Brause, der den Wasserstrahl sparsam verwirbelt. Die Duschen im Poolbereich sind mit Wasserstopp versehen, weil das Abdrehen gerne vergessen worden ist. Energiesparlampen überall, Batteriesammelkisten, stets die Hand am Lichtschalter sowie gezielte Kontrolle von Heiz- und Kühlelementen – das Konzept umfasst eine ganze Reihe von Maßnahmen, wobei die Tennisbälle im Trockner sicherlich am ungewöhnlichsten sind. „Das funktioniert auch im Privathaushalt“, schmunzelt Hue. Drei Bälle reichen für den Effekt im Großtrockner aus; sie halten etwa ein halbes Jahr lang – „bis die Flusen ab sind“, lacht Hausdame Jutta Winterhoff, die für die Sauberkeit im Hotel verantwortlich zeichnet.

Kosten senken, Ressourcen sparen – das geht Hand in Hand. Und es gibt noch Potenzial: In der Küche möchte man auf Induktionsherde umstellen, denn „Elektroherde verschlingen viel Strom“. Auch Heizkosten hat man im Blick. Doch die Immobilie steht derzeit zum Verkauf, was sich auf den Hotelbetrieb zwar nicht auswirke, aber vorerst auf weitere Investitionen ins Energiesparen – wie eine neue Heizanlage statt der alten Ölheizung.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare