Hospiz wirbt um ehrenamtliche Mitarbeiter

Stefanie Reck (l.), Ingrid Schröder (4.v.l.) und Gerda Donath (r.) arbeiten ehrenamtlich im Hospiz. Über die Unterstützung freuen sich Leiterin Marion Kleiner (3.v.l.) und Schwester Bettina, die am Dienstag eines der drei neuen Pflegebetten vorstellten, die den Umgang mit den Gästen erheblich erleichtern.

LÜDENSCHEID ▪ Hospiz-Leiterin Marion Kleiner kommt geradezu ins Schwärmen, wenn sie von den drei neuen Pflegebetten spricht, die jetzt für die Einrichtung im Amalie-Sieveking-Haus angeschafft worden sind.

„Sie lassen sich so einstellen, dass unseren Gästen auf Augenhöhe das Essen gereicht werden kann und auch Gespräche auf Augenhöhe geführt werden können. Für sturzgefährdete Menschen kann es fast bis zum Boden herabgesenkt werden. Bettgitter können hochgestellt werden, dennoch besteht die Möglichkeit, in der Mitte des Bettes auszusteigen. So müssen keine gerichtlichen Anträge für freiheitseinschränkende Maßnahmen gestellt werden. Selbst der Papst hat so ein Bett der Firma Völker“, sagt sie. Den größten Teil der 3500 Euro pro Bett hat der Träger, das Perthes-Werk übernommen, rund ein Drittel kommt von der Medardus-Stiftung. „Das ist eine große Erleichterung für unser Betreuungsteam, aber auch für die ehrenamtlichen Mitarbeiter“, unterstreicht Marion Kleiner.

Apropos Ehrenamt: „Ehrenamtliche Mitarbeiter runden unser gesamtes Konzept erst richtig ab. Sie sind wesentlicher Bestandteil unserer Arbeit und ein Teil des multidisziplinären Hospizteams. Sie können ihren Dienst im Hospiz gästenah, gästefern oder variabel leisten“, betont die Hospizleiterin. Denn die Erfahrung habe gezeigt, dass Ehrenamtler den sterbenden Menschen in ganz unterschiedliche Weise helfen können und wollen.

Die einen seien in der Lage Gespräche anzubieten, ihre Hand zu halten, mit den Angehörigen zu reden, vorzulesen und das Dasein ganz nah auszuhalten. Dazu seien unter anderem ein großes Einfühlungsvermögen, Verantwortungsbewusstsein, persönliche Stabilität, Verbindlichkeit und Zuverlässigkeit erforderlich und die Bereitschaft, mit dem Gast Kontakt aufzunehmen.

Unter die gästefernen Tätigkeiten fallen zum Beispiel Kuchen backen, Einkäufe erledigen oder mit den Kindern des Gastes oder der Besucher spielen.

Fachkräfte sind natürlich immer zugegen und geben an die Ehrenamtlichen Informationen weiter, welche Unterstützungen für die Gäste erforderlich sind und wer Betreuung braucht. „Wer Interesse hat, kann sich bei uns unter den Rufnummern 02351/3610528 oder 3610546 melden. Einmal im Monat treffen sich alle Ehrenamtlichen zum Hospizkreis im Festraum, um sich auszutauschen und Anregungen auf verschiedenen Gebieten zu bekommen.“

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