Hospiz: Geplanter Umzug verworfen

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Der Hospiz-Standort an der Sedanstraße ist in die Jahre gekommen. Das Perthes-Werk peilt 2016 einen Umzug an. 

Lüdenscheid - Alles schien in trockenen Tüchern. Die Pläne mit konkreten Raumausstattungen lagen bereits vor, ebenso Kostenschätzungen. Im Laufe dieses Jahres sollte der neue Hospiz-Standort auf dem Gelände des Dietrich-Bonhoeffer-Altenzentrums bezogen werden. Doch daraus wird nichts.

Das Evangelische Perthes-Werk, Träger der Einrichtung an der Sedanstraße, hat sich nach LN-Informationen aus organisatorischen und logistischen Gründen entschlossen, die Umzugspläne wieder fallen zu lassen und nach einem neuen Standort zu suchen. 

Offenbar war die gesamte vorgesehene Fläche am Bonhoeffer-Altenzentrum zu groß, um allein dem Hospiz Platz zu bieten. Weitere Mietparteien, die aber auch mit dem Hospiz hätten korrespondieren müssen, hätten gefunden werden müssen. 

Die Verlagerung ist damit nicht vom Tisch

Ralf Lohscheller, Geschäftsbereichsleiter der Perthes-Altenhilfe Süd, sagte auf LN-Anfrage, damit sei die Verlagerung des Hospizes an einen anderen Standort aber nicht vom Tisch. „Wir wollen das Hospiz nach wie vor noch in diesem Jahr an neuer Stelle an den Start bringen.“ 

Ein Projektsteuerer sei dabei, Alternativen auf ihre Realisierbarkeit hin zu überprüfen, und es sei auch schon ein Objekt von mehreren näher ins Visier genommen worden. „Aber das ist jetzt noch nicht spruchreif. Es müssen noch einige Gespräche geführt werden. Der Standort ist aber nach wie vor Lüdenscheid“, betonte Lohscheller. 

Es bleibe auch dabei, dass die Plätze im Hospiz von fünf auf acht erhöht werden. Man sei sich durchaus bewusst, dass man in Lüdenscheid darauf warte, endlich umzuziehen. Die Begeisterung war groß, als die Pläne Ende März 2014 zur Erweiterung mit drei zusätzlichen Plätzen vom Perthes-Werk-Vorstand auf der Feier zum 10. Geburtstag der Medardus Stiftung vorgestellt worden waren.

Im Jahr 2015 sind 83 Menschen in letzter Lebensphase begleitet worden

Wolfgang Thalwitzer, Vorstandsvorsitzender der Stiftung zu Gunsten der stationären Hospizarbeit, erklärte, die Stiftung werde 80 000 Euro für zwei zusätzliche Zimmer beisteuern. 

Marion Döbbelin, Leiterin des Hospizes, sagte gestern, 2015 seien 83 Menschen in ihrer letzten Lebensphase begleitet worden, seit der Gründung 1996 seien es 1213 gewesen. Examinierte, speziell ausgebildete Pflegekräfte und Ehrenamtler stehen ihnen zur Seite.

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