Nach Klinikaufenthalt Ärger über Krankentransport

Schlechte Erfahrungen hat der Lüdenscheider Horst Hoffmann gemacht, als er nach einem Klinikaufenthalt ein Taxi benötigte.

Lüdenscheid - Es ist zwar schon eine Woche her, aber noch immer ärgert sich Horst Hoffmann über eine Erfahrung, die er nach einem Aufenthalt im Klinikum machte: „Drei Taxifahrer winkten ab, als ich nach Hause wollte. Erst der vierte nahm mich mit. Das darf doch eigentlich nicht sein.“

Der Lüdenscheider hatte sich einer Behandlung unterziehen müssen und anschließend vom Krankenhaus eine „Verordnung einer Krankenbeförderung“ erhalten. „Damit bin ich zu den Taxis gegangen und wollte mich in die Stadt zu meiner Wohnung bringen lassen. Doch als ich meinen Schein vorzeigte, winkten die ersten drei ab und wollten mich nicht fahren. Dafür habe ich überhaupt kein Verständnis“, empört er sich.

Auf LN-Anfrage bei der Taxen-Funk-Zentrale hieß es, man könne diesen Fall nicht beurteilen: „Dort stehen viele Taxis, die nicht zu uns gehören. Wir selbst haben allerdings Verträge mit den Krankenkassen und fahren die Leute beim Vorweisen der Krankenbeförderung-Verordnung auch nach Hause.“ Aus welchen Gründen es bei Horst Hoffmann zu Schwierigkeiten gekommen sei, dazu könne man daher nichts sagen.

Denkbar sei es natürlich, dass dort Taxifahrer gewartet hätten, die zuvor einen Patienten zu einer ambulanten Behandlung ins Klinikum gefahren hatten und daher gebucht gewesen seien.

Grundsätzlich haben die Versicherten der gesetzlichen Krankenversicherungen einen Anspruch auf Übernahme der Fahrtkosten. Die Zuzahlung seitens der Versicherten beträgt mindestens fünf und maximal zehn Euro, so der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherungen.

8,20 Euro macht die Fahrt für Horst Hoffmann. „Ich hab’ dem Fahrer dann zehn gegeben“, sagt er, dankbar, noch ein Taxi bekommen zu haben. In der Aufregung hatte er sich keine Taxi-Nummern aufgeschrieben, dann wäre es leichter gewesen, die Hintergründe aufzuklären.

Von Martin Messy

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