Ihr Honig wurde mehrfach prämiert: An dieser Schule imkern Schüler selbst

+
Der Bienenstock steht geschützt in einer Hütte im Schulbienengarten, um nicht auszukühlen. Die jungen Imker kümmern sich gemeinsam mit dem Ehepaar Rohlmann regelmäßig darum. Dieses Engagement loben Andreas Vogel (links) und Silke Hartschwager von der Firma Winkel.

Lüdenscheid – Hinter den Kunsträumen auf dem Gelände des Zeppelin-Gymnasiums ist ein gar nicht mal so kleines Bienen-Idyll entstanden.

Im selbst angelegten insektenfreundlichen Schulbienengarten imkern seit 2014 zahlreiche Schüler der Staberger Gymnasien gemeinsam mit Ulrike und Gregor Rohlmann, die die Bienen-AG „Scholli-Bees“ ehrenamtlich leiten. 

Dieses Engagement unterstützt nun die Firma Winkel aus Lüdenscheid – und das ab sofort und jedes Jahr. Denn das Unternehmen hat der AG ein jährliches Sponsoring zugesagt, „je nachdem, was gerade gebraucht wird und welche Projekte die AG verfolgt. Dabei geht es weniger um den Wert als um die Unterstützung. Wir werden jedes Jahr aufs Neue sehen, was benötigt wird und was wir umsetzen können“, erklären Geschäftsführer Andreas Vogel und Vertriebsassistentin Silke Hartschwager. 

Lang gehegten Wunsch erfüllt

Mit ihrer ersten Spende erfüllen sie einen lang gehegten Wunsch der AG-Leiter: Ein großes handgefertigtes Modell einer Arbeitsbiene, im Wert von rund 600 Euro. Die Honigbiene ist 25-fach vergrößert und aus Somo-Plast hergestellt. Wie eine solche Biene von innen aussieht, wo etwa Stachelapparat, Giftblase oder das Körbchen mit dem gesammelten Pollen sitzen, das können die Schüler der Staberger Gymnasien nun anhand des Modells sehr anschaulich herausfinden. 

Dass die Firma Winkler das langfristige Sponsoring zugesagt hat, sei vor allem hinsichtlich geplanter Seminare und Fortbildungsveranstaltungen vor Ort eine Bereicherung, sagt Ulrike Rohlmann. „Wir haben hier so viel zu sehen, das man auch für den Unterricht nutzen kann, davon sollte man Gebrauch machen.“ 

Ein lang gehegter Wunsch der AG-Leiter geht in Erfüllung: Rund 600 Euro kostet dieses handgefertigte Modell einer Arbeitsbiene, das die Firma Winkel gespendet hat.

Genau genommen pflegen die Jungimker fünf Bienenvölker und einen Schaubienenkasten. Der vom Landesverband bereits mehrfach prämierte „Scholli-Bee-Honig“ wird sogar an der Schule für den guten Zweck verkauft. 

Die Schüler lernen für ihren Imkerführerschein alles rund um Honigbienen und die Imkerei; ebenso über blütensuchende Insekten und Bienenweide. Mittelwände und Kerzen produzieren sie selbst in der Wachswerkstatt. Ihre Bienenbeuten – also einen bewohnten Bienenstock – gestalten sie außerdem mit Wachsmalstiften und reiben etwa das erhitzte Wachs ins Holz ein, erklärt Rohlmann. 

"Das ist Liebhaberei"

Regelmäßig besuchen Kindergruppen, Firmen oder soziale Einrichtungen den Schulbienengarten. Die Jungimker stellen dafür gemeinsam mit dem Ehepaar Rohlmann viel Freizeit zur Verfügung: „Das ist Liebhaberei“, betont Ulrike Rohlmann. 

Die AG finde zwar einmal die Woche statt, doch gebe es immer wieder Sondereinsätze. „Die Schüler kommen dafür auch in den Ferien, das ist nicht selbstverständlich. Dass wir das Bienen-Modell und das Sponsoring erhalten, ist ein Riesengeschenk für unsere AG und unsere Arbeit.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare