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Hoher Andrang: Lüdenscheider Tafel muss reagieren 

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Von: Leon Malte Cilsik

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Die Lüdenscheider Tafel muss auf den hohen Andrang reagieren.
Die Lüdenscheider Tafel muss auf den hohen Andrang reagieren. © Malte Cilsik

Die steigenden Energie- und Lebensmittelpreise in Kombination mit immer mehr Neukunden stellen die Tafeln in Deutschland zunehmend vor Probleme. Die Lüdenscheider Einrichtung ist da keine Ausnahme und muss nun zur Vermeidung eines Aufnahmestopps die Besuchsfrequenz anpassen.

Lüdenscheid – „Ein ständiger Zustrom an Tafel-Kunden, reduziertes Wareneinkommen und die Belastung der Mitarbeiter lassen sich beim derzeitigen Ausgabemodus nicht mehr kompensieren“, sagt Peter Koopmann, kommissarischer Leiter der Tafel. Normale Werte von drei bis fünf Neuaufnahmen pro Woche gehören längst der Vergangenheit an: „Allein bei der letzten Aufnahme von Neukunden haben wir 35 neue Abholer registriert, was etwa 100 zu versorgenden Personen entspricht“, sagt Koopmann.

Bei den Neukunden handele es sich überwiegend um Flüchtlinge aus der Ukraine, aber auch aus dem arabischen Raum. „Bereits jetzt ist aber schon erkennbar, dass die Anzahl an Rentnern ebenfalls zunimmt“, führt Koopmann aus, „der Winter wird in diesen Personenkreisen die Not sicherlich weiter erhöhen, sodass wir noch mehr Zustrom erwarten.“

Oberste Priorität sei es daher, einen Aufnahmestopp zu vermeiden. „Das geht aber nur, indem wir die Besuchsfrequenz bei der Tafel reduzieren“, erklärt Koopmann. Ab Januar 2023 wird der Turnus daher von bisher zwei auf drei Wochen erhöht. „Das mag für den Einzeln zwar bitter sein, es ist aber allemal gerechter, als über einen Aufnahmestopp Bedürftige völlig auszuschließen“, sagt der kommissarische Tafel-Leiter. Über die Modalitäten in 2023 sollen „Alt“kunden noch in diesem Jahr bei ihren Abholterminen informiert werden.

Spenden

Helfen kann jeder, entweder durch Sachspenden wie Hygieneartikel und haltbare Lebensmittel (Konserven, Nudeln, Reis und mehr) oder durch Geldspenden auf das Tafel-Konto bei der Sparkasse Lüdenscheid (IBAN DE47 4585 0005 0000 1478 50). Sachspenden können täglich zwischen 10 und 12 Uhr im Depot an der Altenaer Straße 23 abgegeben werden. Größere Mengen können nach telefonischer Absprache unter Rufnummer 01 73 /2 55 88 55 abgeholt werden. Freiwillige Helfer können sich unter Tel. 0 23 51/4 33 90 90 oder per Mail an info@tafel-luedenscheid.de melden.

Spenden für den Weihnachtsbasar der Tafel

Auch in diesem Jahr würde die Tafel den Kindern der Tafel-Kunden gerne eine vorweihnachtliche Freude bereiten. Doch statt der verpackten Geschenkspenden aus den vergangenen Jahren, die häufig nicht zum Kind passten, soll es in diesem Jahr diesem Jahr am 4. Adventswochenende einen Basar mit vielen unverpackten Geschenken geben. „Im Vorfeld können die Eltern der Tafel-Kinder für eine symbolische Gebühr einen Geschenkgutschein erwerben. Auf dem Basar kann dieser gegen ein auswählbares Geschenk – oder ein Überraschungspaket – eingetauscht werden“, heißt es vonseiten der Tafel. Gewünscht seien unverpackte Geschenke im Wert von etwa zehn Euro (auf keinen Fall über 20 Euro) für Kinder bis zwölf Jahre. Geschenke können bei Thalia, myToys, im Schneckenhaus, beim Lüdenscheider-Stadtmarketing, bei der Aral-Tankstelle in Brügge oder auch bei der Tafel direkt abgegeben werden. Für ältere Kinder können für fünf Euro im Klein-Oho-Shop im Stern-Center Gutscheine für die Eisbahn oder einen Kinobesuch hinterlegt werden.

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