„Hohe Mehrkosten durch Sperrung für Lkw“

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Wenden sich gegen die Umleitungspläne des Landesbetriebs Straßen.NRW für den Schwerlastverkehr (v.l.n.r.): Ortsunions-Vorsitzender Ralf Schwarzkopf, MIT-Sprecher Franz-Dennis Linnartz, Lixfeld-Vertriebschefin Lisa-Marie Sturm, Geschäftsführer Martin Sturm und der CDU-Landtagsabgeordnete Thorsten Schick.

Lüdenscheid - Die Ortsunion gibt noch nicht auf. Das Vorhaben des Landesbetriebs Straßen.NRW, die Autobahnauffahrt Lüdenscheid Nord vorübergehend für den Schwerlastverkehr zu sperren (wir berichteten), ist nach Auffassung des CDU-Vorsitzenden Ralf Schwarzkopf „mehr als fragwürdig“. Auch der CDU-Landtagsabgeordnete Thorsten Schick und Franz-Dennis Linnartz von der Mittelstandsvereinigung (MIT) sehen noch erheblichen Klärungsbedarf.

Wie Thorsten Schick bei einem Ortstermin sagte, will er sich schriftlich an Straßen.NRW wenden und eine „ausführliche und plausible Begründung für die Sperrungspläne“ anmahnen. „Wir brauchen verlässliche Rahmendaten darüber, wie die Maßnahme im Detail ablaufen und wie lange sie dauern soll. Straßen.NRW ist auskunftspflichtig.“ Gleichzeitig räumt der Landtagsabgeordnete ein, dass die Stadt formal und rechtlich keine Handhabe gegen die Sperrungspläne habe.

Nach der Sperrung der Autobahnauffahrt sollen Lastwagenfahrer bei Lüdenscheid Nord zunächst in Richtung Frankfurt auf die A45 fahren, bei Lüdenscheid Mitte wieder abfahren und von dort aus in Richtung Ruhrgebiet wieder die Sauerlandlinie nutzen. Damit soll verhindert werden, dass Schwerlaster nebeneinander über die statisch beeinträchtigte Sterbecketalbrücke fahren.

Wie sich diese Umleitungsregel ganz praktisch auswirkt, hat der Lüdenscheider Spediteur und Logistiker Martin Sturm von der Firma Lixfeld, der ebenfalls an dem Ortstermin teilnahm, für sein Unternehmen berechnet. „Täglich fahren rund 25 meiner Lastwagen über diese Auffahrt in Richtung Ruhrgebiet, Münsterland, Ostwestfalen, Norddeutschland und nach Hannover.“ Die vom Landesbetrieb vorgeschlagene Umleitung bedeute für jedes einzelne Fahrzeug rund zwölf Kilometer Umweg, der „an guten Tagen“ 20 Minuten in Anspruch nehme, so Martin Sturm. „Das sind für uns Mehrkosten von 15 000 Euro pro Monat.“ - Von Olaf Moos

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