Neubau mit sechs Etagen

Hohe Investition ins Bonhoeffer-Altenzentrum

Udo Terschanski, Leiter des Dietrich Bonhoeffer-Altenzentrums (r.), und Martin Schedel, Leiter des Sozialen Dienstes, verfolgen die Neubau-Arbeiten hinter dem Altbau an der Bonhoefferstraße.

LÜDENSCHEID ▪ Hinter dem Dietrich-Bonhoeffer-Altenzentrums tut sich was. Gewaltige Erdmassen sind bereits bewegt worden, Arbeiter sind dabei, das Fundament zu legen.

Von einem extra geschaffenen Aussichtspunkt können auch die Bewohnerinnen und Bewohner der Einrichtung den Baufortschritt verfolgen. „Das ist uns ganz wichtig, damit sich unsere Bewohner anschaulich damit beschäftigen können und der Neubau dann später schon fast zum gewohnten Umfeld gehört. Das macht auch den Umzug einfacher, wobei die Bewohner und deren Angehörige natürlich ein Mitspracherecht haben“, betonen Leiter Udo Terschanski und Martin Schedel, Leiter des Sozialen Dienstes und für die Belegung zuständig.

Bis Ende des nächsten Jahres soll der Neubau, der sich über sechs Etagen hinzieht und 7600 Quadratmeter Nutzungsfläche schafft, fertig sein. Danach erfolgt die Innensanierung des alten Traktes, der 1979 errichtet worden ist. Dort werden die bestehenden Plätze renoviert und mit Badezimmern, neuen Fenstern und Möbeln ausgestattet. In die gesamte Um- und Neubau-Maßnahme investiert der Träger der Einrichtung, das Evangelische Perthes-Werk, knapp fünf Millionen Euro.

Die Anzahl der Plätze – 128 an der Zahl – verändert sich nicht, allerdings steigt durch die Veränderungen der Anteil der Einzelbetten von derzeit 48 auf 90. Sie sind bis zu 23 Quadratmeter groß und mit großen Badezimmern ausgestattet. Aber auch 20 Doppelzimmer wird es weiterhin geben. „Doppelzimmer sind nicht etwa zweite Wahl, sondern haben durchaus ihre Berechtigung“, betont Udo Terschanski. „Besonders für Ehepaare, aber auch für Menschen, die einer Vereinsamung vorbeugen möchten, sind sie sehr wichtig.“

Alle Zimmer erhalten – wie Zuhause – eine Klingel an der Bewohnertür. Pro Etage wird ein großer Aufenthaltsraum mit Küchenzeile geschaffen, ebenso ein weiterer Wohn-/Speiseraum, der im Erdgeschoss einen direkten barrierefreien Zugang zum Garten und auf den anderen Etagen einen barrierefreien Zugang zum Balkon hat. Jede Etage bekommt zudem ein Dienstzimmer für das Pflegepersonal – 80 Mitarbeiter sind in diesem Bereich beschäftigt, hinzu kommen 30 Stellen in der Verwaltung, Hauswirtschaft und im Sozialen Dienst –, um die Arbeitsbedingungen und -abläufe zu erleichtern.

Große Fenster sollen auch Bewohnern, die immobil sind, einen schöne Aussicht verschaffen. Hinzu kommen neu Spezialbetten, die die Pflege und Aktivierung der Bewohner unterstützen. Auch ein „Wegläuferschutzsystem“ wird installiert.

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