Hohe Auszeichnung für „Timm’s Zweiradschmiede“

Der Beste in der Kategorie „Freie Werkstatt“: Timm Lösenbeck freut sich über die hohe Auszeichnung des Fachverlages.

Lüdenscheid - Von null auf hundert in anderthalb Jahren – die Geschwindigkeit kann selbst passionierte Motorradfahrer aus dem Gleichgewicht bringen: „Das ist sensationell“, freut sich Timm Lösenbeck. Denn seit wenigen Tagen kann sich der Inhaber von „Timm’s Zweiradschmiede“ an der Herscheider Landstraße „Motorradhändler des Jahres“ in der Kategorie „Freie Werkstatt“ nennen.

Im April 2013 hat er seinen Laden eröffnet und mit dieser Auszeichnung schon den Oscar der Branche bekommen.

„Das war echt ein Knaller“, sagt der gelernte Zweiradmechaniker, der 2012 seinen Meister gemacht hat, zu der Auszeichnung des Fachmagazins „bike and business“. Das gehört zum Fachmedienhaus Vogel Business Media, das rund 100 Zeitschriften auf dem Markt bündelt. Und die, so erzählt Timm Lösenbeck, hätten sich die Auswahl nicht leicht gemacht. Aus einer Laune heraus hatte er sich kurz vor Anmeldeschluss im August beworben, nahm mit seinem Konzept und seinen Zahlen die erste Hürde und wusste Ende September: „Ich bin unter den ersten zwölf“.

Anfang Oktober dann kam die komplette Fachjury ins Haus und machte sich selbst ein Bild. Von allem. Gründlich. Ende November folgte die Einladung zum großen Event ins Vogel-Convention-Center nach Würzburg. „Wenn man gesehen hat, was da für Händler waren“, erinnert sich der Lüdenscheider Händler, „und ich als kleines Licht mittendrin...“. Genau das gefiel, hieß es, als er Ehrentitel, Urkunde und eine Magnumflasche Sekt entgegennahm. „In der kurzen Zeit das alles auf die Beine zu stellen, das hat uns überzeugt“, habe die Jury gesagt. Trotzdem denkt er, der auch im Meister- und Gesellenprüfungsausschuss der Kammer sitzt, natürlich an Hilfe. Ein Azubi, der sein Verständnis von Qualität und Kundenpflege teilt, ist das nächste Ziel.

Zurück in Lüdenscheid hat ihn der Alltag wieder. Der sieht in den Wintermonaten so aus, dass er bis Ende März hauptsächlich Werkstattarbeit macht. Größere Sachen, Motoren, Umbauten nach Kundenwunsch – eben alles, wofür im Sommer keine Zeit bleibt. „Es ist nicht üblich, aber es funktioniert“, stellt er fest. Die Saison ist stressig genug. Lange Arbeitstage von sieben Uhr früh bis zehn Uhr abends gehen weit über die Öffnungszeiten hinaus (mo/di/do/fr 14 bis 18 Uhr, samstags 10 bis 13 Uhr, mittwochs geschlossen). „Alleine ist das sonst nicht zu schaffen.“

Aber er hat’s ja so gewollt. Als den gebürtigen Dahlerbrücker und langjährigen Handballer ein Achillessehnenriss zum Nachdenken zwang, reifte die Idee vom eigenen Laden. Raus aus dem sicheren Angestelltenverhältnis, rein ins Wagnis. Doch nicht unvorbereitet, sondern mit Plan: Konsequent setzt er zum Beispiel auf Internet und Social Media – und fachkundige Unterstützung durch die Agentur David & Goliath. Heute sagt er: „Es geht zum Glück steil bergauf.“ Trotz des Internetbooms ist das Persönliche durch nichts zu ersetzen. „Meine weitesten Werkstatt-Kunden kommen aus Bottrop. Die sind hier mal liegen geblieben, und ich habe geholfen. Seitdem kommen die nur zu mir.“ - sum

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