CDU hofft auf Zukunft - Ralf Schwarzkopf bleibt Chef

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Stehen als geschäftsführende Vorstandsmitglieder an der Spitze des CDU-Stadtverbandes: Ralf Schwarzkopf, Timothy Kahler, Ingrid Fischer und Jean-Luke Thubauville (von rechts). Auf dem Bild fehlen die Vize-Vorsitzenden Oliver Fröhling und Björn Weiß.

Lüdenscheid -  Die Neuwahl des Vorstandes, der Auftritt eines Bundespolitikers sowie ein Blick auf die Arbeit vor Ort – dieser Themen-Akkord prägte am Samstag die Mitgliederversammlung des CDU-Stadtverbandes Lüdenscheid im Kulturhaus.

Die wichtigste personelle Nachricht des Treffens: Ralf Schwarzkopf steht auch für die nächsten zwei Jahre an der Spitze der Bergstädter Union. Schwarzkopfs Parteifreunde schenkten ihrem Vormann dabei fast einmütig das Vertrauen. Von 44 Stimmberechtigten votierten 43 für den Lüdenscheider Unternehmer, einer enthielt sich.

Das Trio der Vize-Vorsitzenden bilden fortan Ingrid Fischer, Oliver Fröhling und Björn Weiß. Letzterer ist neu in der Runde und war zuvor Vorstandsbeisitzer.

Neuer CDU-Schatzmeister ist Timothy Kahler, der die Nachfolge von Dr. Andrea Köhle antritt. Jean-Luke Thubauville schließlich komplettiert als Schriftführer den geschäftsführenden Vorstand. Er übernimmt das Amt von Burkhard Sors.

Und die Riege der Vorstandsbeisitzer bilden nun folgende zehn Männer und Frauen: Gesthimani Demirtzoglou, Martin Diewald, Brigitte Horn, Martin Kahler, Franz Dennis Linnarz, Susanne Mewes, Dr. Wolfgang Schröder, Miriam Schulte, Ernst-Gustav Spieckermann und Hansjürgen Wakup.

Prominenter Gastredner an diesem Vormittag war Paul Ziemiak. Der Bundesvorsitzende der Jungen Union spannte in kaum 20 Minuten einen weiten Bogen. Der reichte von der Wirtschaft über Glaubensfragen bis zu Putin und zum Feminismus. Den Mindestlohn findet Ziemiak dabei eher schlecht, das umstrittene Freihandelsabkommen TTIP dagegen ziemlich gut. Seine Forderung: „Der Kompass bei der CDU muss stimmen.“ Damit meint der JU-Mann die Verteidigung von typischen CDU-Werten – so etwa Familie, christliche Orientierung und wirtschaftlicher Wettbewerb. Ziemiaks persönlicher Glaubenssatz: „Die christdemokratische Idee hat eine große Zukunft.“

Von Ziemiaks recht schneidigem Auftritt zeigte sich Ralf Schwarzkopf höchst angetan. Sein schmunzelnder Dank an den jungen Parteifreund: „Aus dir wird noch was werden.“

Auch Schwarzkopf selbst trat an diesem Tag noch mit einer Ansprache vor sein Publikum. In der Schlappe der CDU und ihres Bürgermeister-Kandidaten Björn Weiß bei der letzten Kommunalwahl sieht er dabei „keine großartige Niederlage“. Gleichwohl hofft der CDU-Chef schon auf die Zeit nach Dieter Dzewas: „Dann werden die Chancen unseres Bürgermeister-Kandidaten andere ein.“

Die Sanierung der Lüdenscheider Altstadt hält Schwarzkopf für „alternativlos“, ein strengeres Jagdrecht in Nordrhein-Westfalen für falsch. In NRW-Umweltminister Johannes Remmel hat er einen „Oberideologen“ ausgemacht. Gleichzeitig beklagt Schwarzkopf ausbleibende Landesgelder etwa bei der Flüchtlingsunterbringung: „So macht Kommunalpolitik keinen Spaß.“ - dt

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