Betrieb geht wie gewohnt weiter

Hoffnung für die Brügger Vereinshalle

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Seit Jahrzehnten Fixpunkt des gesellschaftlichen Lebens an der Volme: die Brügger Vereinshalle.

Brügge - Da dürften viele im Stadtteil wohl aufatmen: Der Betrieb der Brügger Vereinshalle geht wie gewohnt weiter. Zumindest auf absehbare Zeit. Das ist die Botschaft einer nicht öffentlichen Sitzung, bei der Vertreter Brügger Vereine jüngst über die Zukunft des Saalbaus beratschlagten. Finanzielle und personelle Engpässe bei der Instandhaltung des Bauwerks hatten das Treffen nötig gemacht.

Die Brügger Halle – einst ein Kino – ist seit fast vier Jahrzehnten einer der großen Veranstaltungsorte in der Stadt und bietet Platz für bis zu 350 Menschen. Sie wird gern genutzt für Vereinsfeiern, Ausstellungen sowie Empfänge und kann auch für private Feste angemietet werden. Betreiber der Halle sind örtliche Vereine und Organisationen, die seit 1978 eine Trägergemeinschaft bilden.

Das Problem: Im Stadtteil an der Volme existieren heute längst nicht mehr so viele Vereine wie noch vor 40 Jahren. Damit gibt es auch weniger Hallen-Unterstützer. Eine andere Sorge: Die Zahl der Buchungen ist in der Vergangenheit rückläufig gewesen, wie Jörg Skorupa als Vertreter der Trägergemeinschaft im LN-Gespräch bestätigte. Dazu kommt, dass die Lage mit dem Tod des Brügger Bürgers Volker Jenneboer Anfang 2015 noch schwieriger geworden ist. Jenneboer galt in Sachen Brügger Vereinshalle als stark engagiert.

Nach besagter Krisensitzung zeigte sich Skorupa aber „recht zuversichtlich“ was die Zukunft der Halle angeht. Seine Worte: „Die Vereine haben verstanden, dass wir etwas tun müssen.“ Eine erste Maßnahme in diesem Kontext: die Anhebung der Vereinsbeiträge für die Mitgliedschaft in der Trägergemeinschaft der Brügger Halle. Der Trägergemeinschaft gehören derzeit 13 Vereine an. Auch Reparaturen im Gebäude sollen fortan möglichst von den Vereinsakteuren selbst erledigt werden – um Handwerkerkosten zu sparen. Außerdem wünschen sich Skorupa und seine Mitstreiter weitere Hallenmeister für den Betrieb des Festbaus. Aktuell arbeiten zwei Männer in dieser Position.

Ob die örtlichen Vereine auch langfristig den Hallenbetrieb schultern können, ist trotz der Bemühungen nicht völlig sicher. Über die Thematik soll auch bei der nächsten Jahreshauptversammlung der Trägergemeinschaft gesprochen werden. Die steht am 28. Juni an.

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