Ein „Ja“ zum Ja-Wort ohne Familie und Freunde?

Hochzeit im Urlaub unmöglich: Brautpaare heiraten in Lüdenscheid

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Trotz der Corona-Krise wollen Paare in Lüdenscheid heiraten - aus ganz verschiedenen Gründen. (Symbolfoto)

Lüdenscheid - Eigentlich wollten sie sich im gemeinsamen Urlaub das Ja-Wort geben - weil das nicht mehr möglich ist, fragen Paare nun im Standesamt Lüdenscheid an. Und sind damit nicht die einzigen.

Ein „Ja“ zum Ja-Wort ohne Familie und Freunde? Diese Entscheidung fällt vielen Heiratswilligen im Moment schwer. „Wir hatten zu Beginn einige Paare, die ihre Trauung vorgezogen haben. Gerade versuchen die Paare eher, ihren Trautermin in den Herbst zu verschieben“, sagt Petra Göldner-Haldimann, Fachdienstleiterin des Standesamtes. 

„Man merkt eine gewisse Zurückhaltung“, sagt sie. „Was geht vielleicht in einem halben Jahr, das beschäftigt die Brautpaare“, fügt die Standesbeamtin hinzu. Und dennoch gibt es auch Paare, die jetzt heiraten. „Aber es sind deutlich weniger als noch zu Beginn der Krise.“ 

Eigentlich wollten sie im Urlaub heiraten

Einige Anfragen für eine standesamtliche Trauung bekommt sie auch von Paaren, die sich eigentlich im Urlaub das Ja-Wort geben wollten. Und auch Paare, deren Familien zwar in Lüdenscheid leben, die selbst aber längst in einer anderen Stadt wohnen, finden zur Trauung den Weg zurück nach Lüdenscheid. 

„Wenn man keine Hotelzimmer für die Gäste bekommt, heiratet man da, wo die Gäste leben“, meint die Standesbeamtin. In vielen Telefonaten hören sich Göldner-Haldimann und ihre Kolleginnen und Kollegen die Sorgen der Brautpaare an. „Wir sind hier schon ein bisschen Telefonseelsorge“, sagt sie. 

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Sie kann die Sorgen der Paare verstehen, sagt aber auch: „Man muss gucken, was geht.“ Zum Beispiel ist es jetzt wieder möglich, zwei Trauzeugen mit zur Trauung zu bringen. Gäste sind weiterhin nicht erlaubt, aber das könnte sich mit einem passenden Hygienekonzept zukünftig ändern. 

Und auch die beliebten Trauungen im historischen Ambiente des Alten Amtssaales in den Museen könnte es schon bald wieder geben. „Wir arbeiten an einem Konzept“, sagt Göldner-Haldimann und deutet an, dass es hierzu schon in Kürze mehr Informationen geben könnte. Egal in welche Richtung die Entscheidungen gehen, auf den Kuss danach müssen die Brautpaare weiterhin nicht verzichten.

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