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Hochwasser-Schaden: Großer Ärger über Deutsche Bahn

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Von: Thomas Machatzke

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Bahn in Brügge Lüdenscheid
Auf eine weitere Bahnsteigkante für den Bahnhof in Brügge hat die Stadt Lüdenscheid keinen unmittelbaren Einfluss. Es ist Bahnsache. © Cedric Nougrigat

Die Mobilitätswende liegt der Fraktion der Partei Die Linke im Lüdenscheider Stadtrat sehr am Herzen. Mit der Beantwortung einer Anfrage zur Sitzung des Zweckverbandes Westfalen-Lippe zeigt sich Ratsherr Otto Ersching nun alles andere als zufrieden.

Lüdenscheid – „Ich hatte mir erhofft, dass die Kommune bei der Bahn Druck macht, damit der Verkehr im Volmetal schnell wieder fließen kann“, sagt Ersching und spricht auf die Baustelle nach dem Hochwasserschaden in Schalksmühle an.

Seit Juli 2021 rollt hier kein Zug mehr. Seit Juli 2021 ist auch noch kein Stein bewegt worden, um die Bahntrasse entsprechend abzustützen, damit wieder Bahnverkehr möglich ist.

Dazu hatte sich Ersching für das Fortkommen der Planungen für den neuen Regionalexpress RE55 von Meinerzhagen nach Hagen interessiert – und in diesem Zug für die erhoffte Halbstunden-Taktung zwischen Lüdenscheid und Hagen.

Hochwasser-Schaden: Großer Ärger über Deutsche Bahn

„Hat die Stadt Lüdenscheid überhaupt einen Einfluss darauf, dass eine weitere Bahnsteigkante in Lüdenscheid-Brügge errichtet wird?“, hatte die Fraktion angefragt. Immerhin hier gibt’s eine klare Aussage: Die Kommune hat keinen unmittelbaren Einfluss darauf. Es ist Bahnsache. In Abstimmung mit Nachbarkommunen und den Gebietskörperschaften könne man sich aber für die Realisierung des Halbstunden-Taktes einsetzen, stellt die Verwaltung fest.

Es ist eine Antwort, die alles offenlässt, denn auf die Frage zu den Ergebnissen der Sitzung des Zweckverbandes hatte die Verwaltung schriftlich dargelegt, dass ihr eine Aussage vorliege, dass aufgrund der vorhandenen Infrastruktur des Schienennetzes an der Volme sowie des vorhandenen Güterverkehrs ein Halbstundentakt im Schienenpersonennahverkehr nicht umsetzbar sei.

Bürgermeister Sebastian Wagemeyer hatte am Montag im Rat auf Erschings Nachfrage zum Thema frustriert festgestellt: „Gespräche mit der Bahn sind ungefähr so schwierig wie mit einem Marsianer zu sprechen.“

Das war dann immerhin eine klare Aussage, auch wenn diese Ersching und seine Partei so wenig zufriedenstellt wie die Fahrgäste, die gerne mal wieder mit dem Zug von Lüdenscheid oder Meinerzhagen nach Hagen durchfahren würden. Die Botschaft: Eigentlich tut sich nichts. Weder kurzfristig praktisch an der Strecke noch mittelfristig perspektivisch an der Taktung. Irgendwie ernüchternd.

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