Falscher Soldat unter Anklage

Hochstapler in Bundeswehr-Uniform: Schöffengericht verhandelt gegen Betrüger

Symbolbild: Ein Bundeswehrsoldat steht mit dem Rücken zur Kamera.
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Symbolbild

Er gab sich als Bundeswehrsoldat aus und reiste per Bahn in Uniform quer durchs Land. Auf seinen Touren besuchte er Frauen, mit denen er zuvor übers Internet angebandelt hatte – und plünderte ihre Bankkonten.

Lüdenscheid - Das war der Stand der Ermittlungen, als die Polizei den Beschuldigten Mitte August vergangenen Jahres erwischte. Seitdem sitzt er in U-Haft. Am Donnerstag muss sich der 49-Jährige aus Hachenburg im Westerwald vor dem Lüdenscheider Schöffengericht verantworten.

Die Polizei suchte im Sommer mit einem Fahndungsfoto öffentlich nach dem mutmaßlichen Hochstapler. Die Ermittler schlossen damals nicht aus, dass er mehrere Opfer umgarnt und sie um ihre Ersparnisse gebracht hat. Auf seine Spur kamen die Ermittler durch einen Fall aus dem Sauerland.

Eine Frau aus Plettenberg hatte den Mann im Sommer 2019 auf einer Online-Plattform kennengelernt. Als sich die Partnerschaft entwickelte, reiste der angebliche Soldat mehrfach im Zug zu seiner Auserwählten. Im Februar beendete die Plettenbergerin die Beziehung.

Danach bemerkte sie den Verlust zweier EC-Karten. Der Verdächtige hatte offenbar bei acht Abhebungen insgesamt 4550 Euro von ihr ergaunert.

Die Hauptverhandlung am Lüdenscheider Amtsgericht findet am Donnerstag um 11.30 Uhr im Saal 125 statt. Vorsitzender des Schöffengerichts ist Amtsrichter Andreas Lyra. Die Verteidigung des Angeklagten übernimmt Rechtsanwalt Dominik Petereit.

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