Ohne Rücksicht auf Verluste

Hochmotorisierte BMW und ein Golf: Notrufe nach Autorennen durch den MK

+
Überhöhte Geschwindigkeiten und kolonnenartige Überholmanöver: Die Polizei ermittelt nach einem mutmaßlichen illegalen Autorennen durchs Rahmedetal.

Lüdenscheid/Altena - Anhand mehrerer Notrufe von überholten Autofahrern konnte die Polizei die Route eines mutmaßlichen Autorennens durch den Kreis nachverfolgen. Die Autos waren hochmotorisiert. 

  • Die Polizei Lüdenscheid ermittelt nach mehreren Zeugenhinweisen auf ein illegales Autorennen
  • Drei Fahrzeuge sollen kolonnenartig überholt haben
  • Drei junge Altenaer wurden an einer Waschanlage gestoppt

Was genau sich auf der Altenaer Straße abspielte, ist nun Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen. Für die Beamten aber liegt der Verdacht nahe, dass das Rahmedetal am Samstagnachmittag zum Schauplatz eines illegalen Autorennens wurde. 

Wie die Polizei Lüdenscheid mitteilte, gab es in der Zeit zwischen 17.45 und 18.05 Uhr mehrere Zeugen, die von drei Autos berichteten, die durch grob verkehrswidriges Verhalten andere Verkehrsteilnehmer in Gefahr brachten. 

Verdacht auf illegales Autorennen: Mehrere Zeugen wählen den Notruf

Die erste Meldung gab es um 17.45 Uhr von der Altenaer Straße in Höhe Dünnebrett. "Durch Zeugen wurden drei hochmotorisierte Fahrzeuge festgestellt, die hintereinander die Altenaer Straße durch das Rahmedetal in Richtung Lüdenscheid fuhren", teilte die Polizei dazu mit. 

Im Straßenverlauf sei es durch die drei Fahrzeuge zu deutlich überhöhten Geschwindigkeiten und kolonnenartigen Überholmanövern gekommen, die laut Polizei "möglicherweise auf ein Rennen hindeuteten".  Im weiteren Verlauf soll es zudem zu einer Gefährdungssituation im Bereich des Lidl gekommen sein.

Zeuge vergleicht Verhalten mit "Tourenwagenrallye" - Teilnehmer sind BMW und VW

Ein weiterer Zeuge meldete über den Notruf "windschattenartiges Fahrverhalten und deutliche Unterschreitung des Sicherheitsabstand". Das Ganze habe den Anschein einer „Tourenwagenrallye“ gehabt. An diesem "Tourenwagen-Rennen" nahmen nach Angaben der Polizei zwei BMW 3er sowie ein Golf V statt. 

Polizei rückt aus und stoppt die Tatverdächtigen an einer Waschanlage in Lüdenscheid

Aufgrund der Zeugenhinweise schaltete sich die Polizei mit mehreren Fahrzeugen ein, um das mutmaßliche Autorennen zu beenden. Zu einer Verfolgungsfahrt  kam es aber nicht. Die mutmaßlichen Teilnehmer stoppten ihre Maschinen brav im Bereich der Waschanlage Softwash

Die drei Autofahrer sind jung und wohnen in Altena - dürfen aber zunächst weiterfahren

Aus den hochmotorisierten Fahrzeugen stiegen vergleichsweise junge Piloten. Die 20, 21 und 24 Jahre alten Fahrer stammten allesamt aus Altena. Sie gaben in einer ersten Einlassung gegenüber den Polizisten an, sich verkehrsgerecht verhalten zu haben. Dennoch wurde eine Strafanzeige gegen die drei Altenaer gefertigt. Mögliche Auswirkungen auf die Fahrerlaubnisse der jungen Fahrzeugführer werden geprüft. Sie durften aber zunächst weiterfahren. 

Die Polizei Lüdenscheid sucht jetzt weitere Zeugen für das möglicherweise grob verkehrswidrige Verhalten. Hinweise nimmt die Polizei in Lüdenscheid unter Tel. 02351/90990 entgegen.

Noch ein illegales Rennen am Wochenende im MK

Am Sonntagmittag gab es im Märkischen Kreis offenbar ein zweites illegales Autorennen an diesem Wochenende. Zwei Porsche, zwei Audi, Handys und Führerscheine wurden beschlagnahmt.

Immer wieder kommt es zu illegalen Straßenrennen. Der Audi TT eines Mannes aus Lüdenscheid wurde in Dortmund sichergestellt. Auch ein Corsa-Fahrer wurde gestoppt. Nicht immer geht es so glimpflich aus. In Lüdenscheid "wickelte" sich ein AMG-Mercedes um einen Ampelmasten.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare