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Fünf Fälle: Ausbruch von Tuberkulose im MK - Labor untersucht Proben

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Von: Jan Schmitz

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Tuberkulose im Märkischen Kreis: Ein Arzt deutet auf eine Röntgenaufnahme einer Lunge. (Symbolbild) © dpa

Lüdenscheid – Auch mehrere Monate nach dem Ausbruch von Tuberkulose (TBC) bei einer Schülerin aus Lüdenscheid, ist der Fall noch immer nicht abgeschlossen.

Zwischenzeitlich war bekannt geworden, dass weitere Personen aus dem familiären Umfeld der jungen Frau erkrankt waren. Mitarbeiter des Gesundheitsamts des Märkischen Kreises versuchen derzeit immer noch, das Ausbruchgeschehen zu rekonstruieren. 

Tuberkulose: Neben der Schülerin hatten sich vier weitere Personen aus Lüdenscheid angesteckt

Alle fünf Betroffenen wurden ärztlich behandelt und hatten die Erkrankung gut überstanden. Von den Erkrankten gehe kein Infektionsrisiko mehr aus, sagte Kreissprecherin Ursula Erkens. Es bestehe keine Gefahr für Kontaktpersonen. 

Neben der Schülerin hatte sich eine erwachsene Person, eine Jugendliche sowie zwei Kleinkinder angesteckt. Wer sich wie und bei wem angesteckt hat, ist aber noch unklar. 

Genetische Typisierungen werden im Referenzzentrum Tuberkulose in Borstel durchgeführt

Wie Kreis-Sprecherin Ursula Erkens auf Anfrage mitteilte, laufen aktuell noch Untersuchungen von „Patientenmaterial“ am nationalen Referenzzentrum für Tuberkulose in Borstel. Konkret geht es um Blutproben von drei Erkrankten.

„Wir hoffen, von drei Proben Typiserungsergebnisse zu erhalten. Diese genetischen Typisierungen sind aufwendig, aber zwingend erforderlich, um die Fälle dem Ausbruchgeschehen zuzuordnen oder diese davon abzugrenzen“, sagt Erkens. Die Testergebnisse sollen Mitte Februar vorliegen. 

TBC-Fall hatte bereits vor einigen Monaten für Schlagzeilen gesorgt

Nach den Sommerferien war bei einer Schülerin die TBC-Erkrankung festgestellt worden. Sie hatte Schulen in Lüdenscheid und Halver besucht. Insgesamt 54 Kontaktpersonen am Eugen-Schmalenbach-Berufskolleg und an der Schule an der Höh mussten zum Bluttest. Nach Bekanntwerden von vier Erkrankungen im familiären Umfeld mussten 120 weitere Kontaktpersonen getestet werden.

Lungentuberkulose ist eine hochinfektiöse Erkrankungen - besondere Vorsichtsmaßnahmen

Lungentuberkulose ist nach Angaben des Märkischen Kreises keine hochinfektiöse Erkrankung. Dennoch besteht kein unmittelbares Erkrankungsrisiko nach diesem Kontakt, die Kontaktpersonen sind auch nicht unmittelbar ansteckend für andere Menschen. Die Erreger werden in den meisten Fällen über die Luft aufgenommen (Tröpfcheninfektion). 

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