Bis zu 37 Grad Celsius

Hitzewelle: Notaufnahme im Klinikum richtet sich auf mehr Patienten ein

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Mindestens eineinhalb Liter Wasser sollten täglich bei solch hohen Temperaturen getrunken werden.

Lüdenscheid - Im Märkischen Kreis ist es heiß – und das bleibt vorerst auch so. Mindestens bis Donnerstag soll die Hitzewelle mit Temperaturen von mehr als 30 Grad Celsius laut Vorhersage noch anhalten. So reagiert das Klinikum Lüdenscheid:

Im Klinikum Lüdenscheid wurden gestern und vorgestern mehr Patienten mit hitzebedingten Beschwerden vorstellig, wie die Sprecherin der Märkischen Kliniken, Corinna Schleifenbaum, auf Anfrage mitteilt. 

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) gab gestern eine Hitzewarnung für den Märkischen Kreis heraus. Weitere werden folgen. Hitzewarnungen werden immer dann herausgegeben, wenn eine starke Wärmebelastung für mindestens zwei Tage in Folge vorhergesagt wird. Der bisherige Hitzerekord in Lüdenscheid wurde im vergangenen Jahr am 25. Juli auf dem Staberg aufgestellt – 37,6 Grad Celsius. 

Laut Kliniksprecherin Schleifenbaum mache der plötzliche Temperaturumschwung dem Kreislauf vieler Menschen zu schaffen, viele Patienten kommen mit typischen Kreislaufbeschwerden in die Notaufnahme. Jimenez Molina, Facharzt für innere Medizin in der Notaufnahme, spricht klare Empfehlungen für die kommenden Tage aus: Demnach sollte auf schwere körperliche Tätigkeiten wie auch auf ausdauernde Bewegung im Freien verzichtet werden. Maximal eine halbe Stunde könne man sich in der Sonne aufhalten, jedoch nicht unbedingt zur Mittagszeit. Generell sollte die Sonne aber gemieden werden. Auch eine stetige Flüssigkeitszufuhr über den Tag verteilt sei wichtig. Molina empfiehlt drei Liter für Personen, die durch Schwitzen oder körperliche Arbeit viel Wasser verbrauchen. Eineinhalb Liter sollte hingegen jeder mindestens trinken. 

Das Team der Notaufnahme, das aus Ärzten verschiedener Fachrichtungen wie Kardiologie, Innerer Medizin oder auch Chirurgie besteht, sei stets auf unvorhersehbaren Patientenansturm vorbereitet, versichert Sprecherin Schleifenbaum. Dennoch sei zu hoffen, dass die Menschen die Empfehlungen der Ärzte verinnerlichen und die Zahl der Patienten im Klinikum nicht weiter steigt.

Nele Gerbersmann

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