200.000 Euro benötigt

Hitze im Büro: 44,6 Grad Mitarbeitern nicht zumutbar - MK-Rathaus braucht Klimaanlage

Lüdenscheid – Um den Mitarbeitern in den Büros ein angenehmes Arbeiten zu ermöglichen, sollten die Raumtemperaturen in den Büros für gewöhnlich 26 Grad Celsius nicht übersteigen. Davon können viele Beschäftigte des Fachdienstes Planen und Bauen nur träumen.

Ihre Schreibtische befinden sich in der sechsten und damit obersten Etage des Rathauses. Auch wenn sie sich nicht körperlich betätigen, rinnt der Schweiß. Jetzt soll eine Klimaanlage Abhilfe schaffen.

Bei Temperaturen im Büro über 26 Grad Celsius muss Arbeitgeber eingreifen

Das Problem ist lange bekannt. Zunächst wurden außenanliegende Sonnenschutzsysteme installiert, dennoch wurden in den Sommermonaten die zulässigen Raumtemperaturen regelmäßig überschritten – in allen Räumen. In den Büros mit Süd-West-Ausrichtung in der sechsten Etage war es noch heißer, wie die Auswertung einer Langzeitmessung von Mitte Juni bis Ende Oktober 2019 ergab.

Demnach stieg die Raumtemperatur auf der „Sonnenseite“ immer wieder auf mehr als 35 Grad Celsius an. Die Tageshöchstwerte in diesem Zeitraum lagen sogar zwischen 31,5 und 44,6 Grad Celsius. Als Erklärung für den Sauna-Effekt dient die Sonneneinstrahlung auf das direkt darüber liegende Flachdach sowie die hohen Fensterfronten. „Die Situation ist wie in einem Wintergarten“, verdeutlicht Stadtsprecherin Marit Schulte.

Klimageräte auf einem Dach. Die Stadt Lüdenscheid plant die Anschaffung einer Klimaanlage. (Symbolbild)

Die gemessenen Werte lassen dem Arbeitgeber – der Stadt Lüdenscheid – keinen Spielraum. „Bei einer Überschreitung der Raumtemperatur von 30 Grad Celsius müssen wirksame Maßnahmen ergriffen werden, welche die Beanspruchung der Beschäftigten reduzieren“, heißt es in der Beschlussvorlage für den Stadtrat am heutigen Montag (17 Uhr, Kulturhaus). Die einzige Lösung, um die Büros weiter nutzen zu können, ist aus Sicht der Verwaltung der Einbau einer Klimaanlage. 200 000 Euro sind dafür veranschlagt. Sie sollen noch in diesem Jahr bewilligt werden. Daher ist heute der Ratsbeschluss erforderlich.

Arbeitsschutz: Langzeitmessung belegt hohe Temperaturen in den Büros unterm Dach

Die Klimaanlage besteht aus einem Dach-Außengerät, das „mehrere, individuell regelbare Innengeräte mit Kältemittel versorgt“. Die Mitarbeiter in den Büros können die Temperatur somit individuell regeln. Als Innengeräte kommen laut Stadtverwaltung Deckenraster-Einbaugeräte in Betracht. Für die Installationsarbeiten soll die sechste Etage nicht komplett leergezogen werden. Die Klimaanlage werde abschnittsweise eingebaut.

Rubriklistenbild: © Martin Gerten

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