Böse Überraschung nach dem Gottesdienst

Hinterhältige Attacke: Radmuttern am Auto einer Lüdenscheiderin gelöst

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Bundesweit häufen sich die Fälle, in denen unbekannte Täter Muttern an Autorädern lösen und Menschen in Gefahr bringen. Jetzt ereignete sich ein solcher Fall auch in Lüdenscheid.

Lüdenscheid - Böse Überraschung nach dem Gottesdienst am vergangenen Sonntag: Am Auto einer Lüdenscheiderin wurden laut Polizei vormittags alle Radmuttern des Vorderreifens auf der Fahrerseite gelöst. Nur der Aufmerksamkeit der Frau ist es zu verdanken, dass es trotz der hinterhältigen Attacke nicht zu einem Unfall kam.

Die besagte Lüdenscheiderin hatte, wie die Polizei erst am Mittwoch mitteilte, am Sonntagvormittag die Andacht in der Christlichen Gemeinde an der Eduardstraße 5 besucht.

Als sie anschließend mit ihrem roten Renault Espace nach Hause fuhr, bemerkte sie ein Geräusch von dem vorderen Rad auf der Fahrerseite. Es stellte sich heraus, dass alle vier Radmuttern an dem Rad gelöst waren.

Zeugen, die Angaben zu diesem gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr machen können - von einem Streich kann definitiv keine Rede sein - werden gebeten, sich bei der Polizei unter der Rufnummer 0 23 51/ 9 09 90 zu melden.

Fälle von gelösten oder gar geklauten Radmuttern an Autos häufen sich - und zwar bundesweit. Wer im Internet die Wortkombination "Radmuttern gelöst" über eine Suchmaschine eingibt, bekommt unzählige Treffer angezeigt, natürlich auch in Nordrhein-Westfalen.

Hier gab es aktuelle Vorkommnisse beispielsweise im Kreis Heinsberg, wo die Polizei 30 Fälle bearbeitet - bislang ohne Erfolg. Auffällig: Häufig ist der linke Vorderreifen Ziel der heimtückischen Angriffe. Mal bemerken die Fahrer aufgrund der ungewöhnlichen Geräusche den Übergriff, ab und an aber löst sich auf der komplette Reifen, was dann zu hohen Sachschäden und auch zu Verletzungen führen kann.

Auch im Märkischen Kreis gab es in der Vergangenheit schon derlei Attacken. Die Pressestelle der Polizei berichtete von zwei Fällen in Hemer (5. Februar 2015 und 17. November 2014). Man könne allerdings nicht von einer Häufung im Märkischen Kreis sprechen, verlautete aus der Pressestelle in Iserlohn.

Das Online-Presseportal für Polizemeldungen (www.ots.de) listet bundesweit bis in den Dezember 2013 hinein mehr als 200 Mitteilungen auf, in denen es um Einzelfälle oder sogar entsprechende Serien geht (z.B. auch aus Dortmund, Hagen, Kleve, Bielefeld, Euskirchen, dem Ennepe-Ruhr-Kreis oder dem Rhein-Sieg-Kreis).

Besonders verwerflich sind die Taten, weil im Normalfall kein Autofahrer vor Fahrtantritt überprüft, ob alle Radmuttern ordnungsgemäß angezogen sind. Nur gut, dass der Frau aus Lüdenscheid am Sonntag nichts passiert ist.

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