Mit Hilfe vieler Spenden wurde die Aktion umgesetzt

Hilfsaktion aus Lüdenscheid für Kenia: Hardcore Help Foundation verschifft Rollstühle

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Mehr als 100 Rollstühle sowie weitere medizinische Hilfen wie Krankenhausbetten, Ultraschallgeräte und Krücken packten die Ehrenamtlichen der HHF in den Container, der gerade nach Mombasa in Kenia verschifft wird. Es ist die zweite Aktion dieser Art, die die HHF durchführt.

Lüdenscheid – Ein großer Container voll mit medizinischen Hilfsmitteln wie Rollstühlen und Krücken sowie Krankenhausbetten, Ultraschallgeräten und Bohrern für Zahnbehandlungen ist auf dem Weg nach Kenia. Eine Lüdenscheider Gruppe hat die Spendenaktion auf die Beine gestellt.

In Zusammenarbeit mit einer Nichtregierungsorganisation (NGO) haben René Pajer und Rico Huntjens von der Hardcore Help Foundation mit Sitz an der Altenaer Straße die inzwischen zweite große Spendenaktion in dieser Form durchgeführt. Anfang Juli soll der Container in Mombasa ankommen. 

Verteilt werden die Hilfsmittel, die allesamt Spenden aus ganz Europa sind, dort an benachteiligte Menschen. „Dazu gehören auch viele Teenager, die dank der Spende zum Beispiel endlich wieder in die Schule können, weil sie einen Rollstuhl erhalten. Die Strecken in Kenia sind weit, ohne diese Hilfen schaffen sie es oft nicht, sie zurückzulegen“, sagen Huntjens und Pajer. 

Packen kräftig mit an: René Pajer und Rico Huntjens von der HHF (vorne von links).

Die Spenden seien eine Erleichterung für den Alltag und das Leben der Menschen. Bereits vor rund zwei Jahren hat die HHF mit den Vorbereitungen für die Aktion begonnen. Neben einem Spendenaufruf über Facebook nutzen sie ihr inzwischen großes Netzwerk: Dazu gehöre neben der NGO in Kenia auch die Hemeraner Bürgerstiftung „Wenn´s im Leben brennt“, die 6000 Euro für die Transportkosten beisteuerte, sagen Huntjens und Pajer. 

Sie seien dankbar für alle Beiträge, denn „jede Unterstützung hilft“. Die Aktion verursache immerhin sehr hohe Kosten: Rund 15.000 bis 16.000 Euro kostet das „ganze Drumherum“, also Transport und Container. „Der Inhalt ist noch einmal locker 10.000 Euro wert“, sind sie sicher. 

Und mit der Verschiffung allein ist‘s noch nicht getan: Vor Ort müssen die Hilfsmittel verteilt werden, „2015 haben wir bereits einen Container verschifft – erst rund ein Jahr später war alles verteilt“. Aufgrund der Corona-Krise könnte das in diesem Jahr wegen erhöhter Sicherheitsmaßnahmen in Kenia noch mehr Zeit in Anspruch nehmen, vermuten Huntjens und Pajer. 

Bereits 2015 wurden zahlreiche Hilfsmittel wie Rollstühle an Jugendliche verteilt.

Sobald das geschafft ist, geht´s noch weiter. Denn die Container kommen nicht zurück nach Deutschland, sondern werden vor Ort umgebaut: „2016 ist aus dem Container ein Therapiecenter geworden – seitdem ist ein Arzt dort vor Ort, Gymnastikstunden können zum Beispiel angeboten werden und es wurden dadurch Arbeitsplätze geschaffen. Hilfe zur Selbsthilfe.“ Der zweite Container könnte langfristig zu einem Wasserzentrum umgebaut werden, sagen die Helfer der HHF. 

Auch das unterstützt die Organisation gemeinsam mit den Helfern aus ihrem Netzwerk, das sie sich über inzwischen viele Jahre aufgebaut hat. Nur einfach war es bislang nicht: „Das alles war wieder eine Herausforderung, aber wir sind fürs nächste Mal gut vorbereitet.“ Unter anderem hätten sich die Bedingungen in Kenia verschärft: „Es ist strenger geworden, man braucht inzwischen Sondergenehmigungen – wir haben fast ein Jahr gebraucht, um alle Papiere zu bekommen.“ Doch der Aufwand habe sich gelohnt.

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