„Detektivarbeit“

Hilfe von der Bundeswehr: Soldaten helfen im MK bei Corona-Rückverfolgung

20 Bundeswehrsoldaten haben mit ihrem Einsatz in der Jugendbildungsstätte des Märkischen Kreises an der Sedanstraße begonnen.
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20 Bundeswehrsoldaten haben mit ihrem Einsatz in der Jugendbildungsstätte an der Sedanstraße begonnen.

20 Soldaten der Bundeswehr verstärken seit gestern das Team des Kreisgesundheitsamtes bei der Rückverfolgung von Corona-Infektionsketten. Die Angehörigen der 4. Kompanie des Versorgungsbataillons 7 aus Stadtallendorf sind für die nächsten Wochen im Mercure-Hotel untergebracht und versehen ihren Dienst in der Jugendbildungsstätte des Kreises an der Sedanstraße.

Lüdenscheid - Telefone, Stimmengewirr, Computer, Kaffeetassen, volle Schreibtische – die Anspannung im Saal der Jugendbildungsstätte des Kreises an der Sedanstraße ist greifbar. Doch die Lage hat sich für den Corona-Krisenstab etwas entspannt. Seit gestern helfen 20 Bundeswehrsoldaten bei der Rückverfolgung von Infektionsketten.

Damit sind jetzt rund 100 Menschen beim Märkischen Kreis mit der Detektivarbeit beschäftigt.

Landrat lobt Bundeswehr für „hervorragende Zusammenarbeit“

Zur Begrüßung kommt Landrat Marco Voge vorbei und lobt die „hervorragende Zusammenarbeit“, nennt die Helfer „Kameraden“ („Ich habe selber gedient“) und sagt: „Sie leisten einen wichtigen persönlichen Beitrag dazu, dass die Infektionsketten unterbrochen werden.“

Corona: Soldaten helfen MK bei der Rückverfolgung

Corona: Soldaten helfen MK bei der Rückverfolgung

Die zivil-militärische Zusammenarbeit gilt als zentraler Bestandteil des Auftrages des Landeskommandos NRW der Bundeswehr. Welchen Stellenwert die Kooperation in der Armee hat, zeigt auch die Anwesenheit des Kommandeurs, Brigadegeneral Torsten Gersdorf, und des aus Lüdenscheid stammenden Reserveoffiziers, Oberstleutnant Caspar-Friedrich Brauckmann.

Wie der Pressesprecher des Landeskommandos, Oberstleutnant Stefan Heydt, im LN-Gespräch mitteilt, sind derzeit 963 Soldaten aus NRW bei 44 Gesundheitsämtern im Einsatz. Derzeit werden 63 von bislang insgesamt 183 Amtshilfeanträge von Kommunen erfüllt.

Neben den 20 „Telefondetektiven“ in Uniform sind weitere drei Sanitätssoldaten kreisweit damit befasst, die Teams des Gesundheitsamtes bei Abstrichen zu unterstützen.

Von der Anfrage des Kreises bei der Bundeswehr bis zur Entsendung der Unterstützer dauerte es nach Angaben von Horst-Peter Hohage, Leiter des Krisenstabs im Kreishaus, „erfreulicherweise“ nur knapp zwei Wochen. Wie lange die Soldaten des Versorgungsbataillons in Lüdenscheid tätig sein werden, hängt von der Entwicklung der Infektionszahlen ab.

Zunächst dauert der Einsatz bis Anfang Dezember.

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