Hilfe aus Lüdenscheid für Hunde in Rumänien

Lüdenscheider Verein hat schon mehr als 160 Hunde gerettet

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Das Team des Raiffeisenmarktes unterstützt den Verein DoC regelmäßig mit Futterspenden.

Rund 600 Straßenhunde leben regelmäßig in dem Tierheim Asociatia Anima in Campulung in Rumänien. Tierschützer aus Lüdenscheid und Umgebung haben es sich schon seit längerem zur Aufgabe gemacht, den dortigen Hunde zu unterstützen, die Tiere bestmöglich unterzubringen und zu versorgen. Seit Mai haben sie dafür den Verein DoC - Dogs of Campulung gegründet, um die Hilfe strukturiert angehen zu können. Seitdem wurde bereits Beachtliches geleistet.

Lüdenscheid - Die Vorsitzende Dr. Viola Stender-Schulte, stellvertretender Vorsitzender Dr. Michael Schulte und Kassenwartin Petra Hohlfeld bedankte sich jetzt beim Team des Raiffeisenmarktes an der Worth für eine kontinuierliche Unterstützung. Futterspenden im Wert von rund 3500 Euro sind in den vergangenen Monaten von dort an den Verein geflossen. Und vor Weihnachten wurden Kunden eingeladen, ganz bestimmte Hunde zu beschenken, deren Fotos auf Karten abgedruckt waren. Versehen mit der Karte wird das gespendete Futter nach Campulung gebracht und kommt dort genau dem Tier zu Gute, verspricht Viola Stender-Schulte.

Jens Kühnhold, Marktleiter der Geschäftsstelle Lüdenscheid-Mitte der Raiffeisen Südwestfalen eG, und sein Team erzählen, dass die Aktion bei den Kunden sehr gut angekommen sei. Einige hätten richtige Einkaufstouren im Geschäft unternommen und sich Gedanken gemacht, was zu dem Hund, der auf der Karte beschrieben ist, passen könnte. Mit dem nächsten Transport nach Rumänien, werden die Tiere das ihnen zugedachte Futter erhalten.

Der Verein DoC initiiert nicht nur Spendenaktionen, sondern vermittelt auch Tiere nach Deutschland und die Mitglieder packen bei Arbeitseinsätzen im Tierheim selbst an. Angefangen hat alles mit einem Lieferwagen, der erworben, instandgesetzt und nach Campulung gebracht wurde. Mehrere Transporte mit Futter und anderen Artikeln wurden bereits auf den Weg gebracht, außerdem werden Geldspenden für Projekte in Rumänien gesammelt. Aktuell sei es besonders wichtig, das Futterlager zu füllen, sagen Viola Stender-Schulte und Petra Hohlfeld. Im eisigen Winter in den Karpaten könne es passieren, dass die Straßen für Autos unpassierbar werden und kein Nachschub geliefert werden könne.

Regelmäßig werden ausgewählte Tiere zu Pflegestellen nach Deutschland gebracht und an neue Halter vermittelt. Seit der Vereinsgründung haben so etwa 160 Tiere ein Zuhause gefunden. Alle Hunde werden, bevor sie auf die Reise gehen, tierärztlich untersucht, geimpft und erhalten einen EU-Heimtierausweis. Beim Transport wird streng auf den Tierschutz geachtet und auch Interessenten werden sorgfältig überprüft, ob sie als Halter in Frage kommen. Wer ein Tier aus Campulung übernehmen möchte, muss eine ausführliche Selbstauskunft ausfüllen, die über die Internetseite des Vereins erhältlich ist. Wichtig ist es dem Vorstand zudem, dass die Chemie zwischen Mensch und Tier stimmt und das neue Zuhause zum Hund passt. Um die Kosten für Untersuchungen, Papiere und Transport zu decken, wird eine Schutzgebühr erhoben.

Deutschlandweit schon 15 Pflegestellen vermittelt

Deutschlandweit hat der Verein mittlerweile rund 15 Pflegestellen, wo sich die Hunde erst einmal an ein Leben außerhalb des Tierheims gewöhnen können, bevor sie an neue Halter übergeben werden. Seit Mai wurden ferner bereits etwa 100 Hundehütten angeschafft, die für jeweils 60 Euro von einem Schreiner in Rumänien angefertigt werden. Er werden aber noch weitere gebraucht, da es keine überdachten Zwinger gibt. Auch bei der Finanzierung der monatlichen Tierarztkosten in Campulung von rund 2500 Euro unterstützt der Lüdenscheider Verein das Tierheim. Arbeitseinsätze müssen derzeit wegen der Pandemie zwar ruhen, aber als Reisen noch möglich waren, halfen Lüdenscheider in Rumänien unter anderem beim Anstreichen der Hundehütten oder bei der Nachimpfung von 450 Hunden.

Gebraucht werden außerdem Container, um eine einigermaßen winterfeste Unterbringung für Welpen zu schaffen. Dabei sind es nicht nur unkastrierte Straßenhunde, die für Nachwuchs sorgen – auch rumänische Hundehalter brächten Welpen ihrer Hündinnen ins Tierheim, berichten die Tierschützer. Deshalb wirbt der rumänische Partnerverein massiv für Kastrationen und bietet an, die Kosten dafür zu übernehmen. Spenden für den Verein DoC - Dogs of Campulung können auf das Konto mit der IBAN DE53 4585 0005 0000 4269 08 überwiesen werden. Futter- und Sachspenden werden bei der Hohlfeld GmbH, Kalver Straße 20, entgegengenommen.

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