Highlander: Kombi-Boden oder neue Sporthalle

Für das Inline-Skaterhockey müssen die Sportböden hart sein, für Turnschuhe von Schülern eher weich. Kommt der neue Kombi-Boden für die BGL-Halle nicht, müssen sich die Highlander als Lüdenscheids einziger Bundesligist einen neuen Spielort suchen.

LÜDENSCHEID - Der einzige Bundesligist aus Lüdenscheid kommt auf Rollen daher: Die „Highlander“ sind die Inline-Skaterhockey-Abteilung des LTV 61 – und zählen in ihrer rasanten Sportart zur Elite in Deutschland. Ausgerechnet ihnen droht jetzt der Verlust ihrer Heimspielstätte, falls ein neuer Kombi-Boden für ihre angestammte Sporthalle am Bergstadt-Gymnasium weder aus Konjunkturmitteln noch aus der Schulpauschale bezahlt wird. Beides ist derzeit unsicher, „und im schlimmsten Fall stehen wir mit unseren 120 aktiven Mitgliedern, lauter jungen Leuten, auf der Straße“, erklärte auf Anfrage Jens Braeuker, Leiter der rollenden LTV-Abteilung.

Deshalb will Braeuker jetzt neben der Hoffnung auf Konjunktur- oder Schulgelder für den Kombi-Hallenboden, für die es positive Signale von der Stadt gebe, eine weitere Schiene fahren: „Ideal wäre es, ein Unternehmen zu finden, das uns eine geeignete Halle zur Verfügung stellen könnte – in Lüdenscheid, Schalksmühle oder Herscheid.“ Mit Sponsoren wäre sogar eine neue Sportstätte zu bauen, wie es andere Bundesligisten auch geschafft haben. Doch das sei alles andere als einfach.

Die jungen Highlander-Cracks, die im Juni das nächste Match in Berlin bestreiten, brauchen jedenfalls einen harten Boden, auf dem sie in ihren eishockey-ähnlichen Kluften dem Hartgummiball nachjagen können. Ihre Heimspiele dürfen sie noch in der BGL-Sporthalle austragen – allerdings nur, weil deren Belag ohnehin sanierungsreif ist. Ein Kombi-Boden, der jetzt auf der Vorschlagsliste der Stadt für Konjunkturgelder steht, bietet die für die Schüler nötigen Schwingungen als auch die Härte für die Rollerskates. Er würde allerdings 180 000 Euro kosten.

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